Glashütte Original erweitert die Vintage-Kollektion um die neue Linie 70s. Zum Marktstart erscheinen drei Varianten mit quadratischem Edelstahlgehäuse im Format 39 x 39 mm, dem Manufakturkaliber 36 und dem erstmals eingesetzten Groove Lock System für den werkzeuglosen Bandwechsel. Das Modell „Vinyl Record“ ist auf 500 Stück limitiert.
Die Idee hinter der Glashütte Original 70s
Glashütte Original stellt die Linie in den Zusammenhang analoger Rituale. Das Spannen eines Fotoapparats, das Auflegen einer Schallplatte oder das Aufziehen einer Armbanduhr stehen für Erfahrungen, für die man sich bewusst Zeit nimmt.
Die drei Modelle greifen diesen Gedanken auch in ihren Namen auf. Sie verweisen auf Schallplatte, Gitarrenverstärker und Hi-Fi-Anlage und damit auf drei Gegenstände, die das analoge Klangerlebnis der siebziger Jahre prägten.
Das Zifferblatt der Glashütte Original 70s
Alle drei Varianten besitzen Zifferblätter mit einer feinen Struktur, die Glashütte Original „Hexagrid“ nennt. Sie sorgt für Lichtreflexe und optische Tiefe.
Die obeliskförmigen Stunden- und Minutenzeiger sowie die schmalen Sekundenzeiger wirken durch ihren Schliff scharf und dreidimensional. Bei 3 Uhr sitzt eine Datumsanzeige.
Indexe, Sekundenzeiger und das Datumsfenster sind satiniert. Die Minuterie findet ihren Platz auf einem schmalen Réhaut-Ring. Saphirglas auf Ober- und Unterseite sorgt für Transparenz.

Glashütte Original 70s „Vinyl Record“
Das Modell ist vom seidenmatten Schwarz einer Schallplatte inspiriert und verweist auf das Ritual des Auflegens einer LP, vom Herausnehmen aus der Hülle über das Aufsetzen des Tonarms bis zum Knistern vor dem Einsetzen der Musik.
Stunden- und Minutenzeiger sind ebenso wie die Indexe aus massivem Weißgold gefertigt. Das Zifferblatt ist galvanisch schwarz mit feinmatter Prägung, der Réhaut-Ring trägt einen glänzend weißen Druck. Als einziges der drei Modelle ist die „Vinyl Record“ auf 500 Stück limitiert und wird mit Metall- und Kautschukband im Set geliefert.

Glashütte Original 70s „Tweed Amp“
Die Variante ist den groben braunen Stoffbezügen jener Verstärker nachempfunden, die seit Jahrzehnten zur ersten Wahl vieler Blues-Musiker gehören und für einen warmen, dynamischen Klang stehen.
Stunden- und Minutenzeiger sowie die Indexe der „Tweed Amp“ bestehen aus massivem Rotgold und kontrastieren mit dem Silberton des Stahlgehäuses. Das Zifferblatt ist galvanisch braun mit feinmatter Prägung, dazu kommt ein Kautschukband in Sand.

Glashütte Original 70s „Stereo Panel“
Vorbild sind die analogen Hi-Fi-Anlagen der siebziger Jahre, die neben ihrer Akustik auch als Ikonen des Mid-Century Designs gelten. Glashütte Original verweist dabei auf das Einrasten der Schalter und die Haptik der metallenen Regler.
Wie bei den anderen beiden Modellen bestehen Stunden- und Minutenzeiger sowie die Indexe aus Massivgold und sind mit Super-LumiNova versehen. Sie sind allerdings schwarz beschichtet und behalten damit die monochrome Optik ihrer Designvorbilder bei. Das Zifferblatt ist galvanisch silber, der Réhaut-Ring trägt einen glänzend schwarzen Druck.

Das Gehäuse der Glashütte Original 70s
Das quadratische Edelstahlgehäuse hat sanft gerundete Ecken und ist satiniert und poliert. Der Bandanstoß ist integriert, was nach Angaben der Manufaktur für einen ergonomischen Sitz sorgt.
Die Formensprache verweist auf die Seventies Familie, allerdings in einem deutlich kleineren Format. Die 70s misst 39 x 39 mm bei einer Höhe von 9,6 mm, das Maß von Bandanstoß zu Bandanstoß beträgt 43,7 mm. Die Krone ist verschraubt, die Wasserdichtigkeit liegt bei 10 bar, also 100 Metern.

Groove Lock System: Bandwechsel ohne Werkzeug
Das patentierte Groove Lock System von Glashütte Original kommt bei der 70s erstmals zum Einsatz. Es besteht aus einem Verbindungselement für das Gehäuse und einer speziellen Schließe, die sich ohne Werkzeug wechseln lassen. Der Name geht auf ein System von Riegeln und Kerben zurück, auf Englisch „Grooves“.
Zum Befestigen wird das Verbindungselement von oben in den Bandanstoß gedrückt und rastet automatisch in einer kleinen Nut in der Gehäusewand ein. Gelöst wird es über einen Riegel an der Unterseite des Verbindungselements.
Das Element lässt sich zudem zwischen verschiedenen Kautschukbändern tauschen. Dafür wird der Steg seitlich herausgeschoben, was aus Sicherheitsgründen nur möglich ist, wenn das Band nicht an der Uhr befestigt ist. Solange das Verbindungselement am Gehäuse eingerastet ist, schiebt sich ein Riegel in eine eingefräste Kerbe im Steg und sichert ihn in der Öse des Armbands. Am Metallband ist das Verbindungselement fest integriert und wird per Klick befestigt und gelöst.

Die Schließen der Glashütte Original 70s
Bei den Kautschukbändern lässt sich auch die Faltschließe abnehmen, um sie etwa an einem andersfarbigen Band zu verwenden. Ein Drücker an der Innenseite entriegelt den Mechanismus, eine ausziehbare Führungsschiene leitet das Öffnen. Wird der Verschluss wieder zusammengeschoben, rastet der Drücker mittels Federkraft in einer Nut der Führungsschiene ein.
Das Metallband trägt eine Doppelfaltschließe mit Feinjustierung. Damit lässt sich die Bandlänge in beide Richtungen um jeweils bis zu 3 mm anpassen.

Das Kaliber 36 in der Glashütte Original 70s
Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber 36. Es schlägt mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, entsprechend 4 Hertz, und bietet eine lange Gangreserve von bis zu 100 Stunden. Die Spiralfeder besteht aus Silizium, was sie unempfindlich gegen Magnetfelder und Temperaturschwankungen macht.
Die Unruh verfügt über Regulierschrauben am Unruhreif aus Massivgold sowie über eine Schwanenhalsfeder. Im Werk sorgen 27 Steine für geringe Reibung.
Die Modelle unterscheiden sich in der Ausführung des Kalibers. In den Varianten „Tweed Amp“ und „Stereo Panel“ arbeitet das rhodinierte Kaliber 36-11, die limitierte „Vinyl Record“ trägt das Kaliber 36-10. Beide sind technisch identisch, das 36-10 ist jedoch passend zum mattschwarzen Farbthema des Zifferblatts dunkel ausgeführt.

Finissierung des Kalibers 36
Der Saphirglasboden gibt den Blick auf die Veredelungen frei. Die für Glashütte typische Dreiviertelplatine ist mit Streifenschliff versehen, der Unruhkloben von Hand graviert und der Aufzugsrotor dekoriert.
Die Kanten der Komponenten sind angliert und poliert, Stahlteile poliert und Schrauben gebläut. Der Rotor verfügt über eine Schwungmasse aus 21-karätigem Gold und trägt ein skelettiertes, gespiegeltes G-Symbol der Manufaktur.
Verfügbarkeit der Glashütte Original 70s
Die neue 70s ist ab September 2026 exklusiv in den Glashütte Original Boutiquen und bei offiziellen Handelspartnern weltweit erhältlich.
Glashütte Original fertigt seit 1845 in der sächsischen Kleinstadt Glashütte. Nach eigenen Angaben stellt die Manufaktur bis zu 95 Prozent aller Teile ihrer Uhrwerke sowie die Zifferblätter selbst her.

Die technischen Features der Glashütte Original 70s
- Werk: Automatikwerk Manufakturkaliber 36, hochfein vollendet, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz), Gangreserve 100 Stunden, 27 Steine, Siliziumspirale, Regulierschrauben am Unruhreif aus Massivgold, Schwanenhalsfeder, Dreiviertelplatine mit Streifenschliff, von Hand gravierter Unruhkloben, angliert und polierte Kanten, gebläute Schrauben, Rotor mit Schwungmasse aus 21-karätigem Gold und skelettiertem G-Symbol; Kaliber 36-11 rhodiniert bei „Tweed Amp“ und „Stereo Panel“, Kaliber 36-10 grau galvanisiert bei „Vinyl Record“
- Funktionen: Stunde, Minute, zentrale Sekunde, Datum bei 3 Uhr
- Gehäuse: Edelstahl, quadratisch mit gerundeten Ecken, satiniert und poliert, integrierter Bandanstoß, Abmessungen 39 x 39 mm, Höhe 9,6 mm, Lug-to-lug 43,7 mm, Saphirglas beidseitig entspiegelt, Boden mit Saphirglas, verschraubte Krone, wasserdicht bis 10 bar (100 m)
- Zifferblatt: feine „Hexagrid“-Struktur mit feinmatter Prägung, Balken-Appliken aus Massivgold mit Super-LumiNova, Minuterie auf schmalem Réhaut-Ring, massivgoldenes Datumsfenster satiniert; „Vinyl Record“ galvanisch schwarz mit rhodinierten Appliken und weißem Réhaut-Druck, „Tweed Amp“ galvanisch braun mit Appliken aus Massivgold 5N und weißem Réhaut-Druck, „Stereo Panel“ galvanisch silber mit schwarz beschichteten Appliken und schwarzem Réhaut-Druck
- Zeiger: obeliskförmige Stunden- und Minutenzeiger, schmaler Sekundenzeiger, geschliffen; „Vinyl Record“ in Weißgold mit Super-LumiNova und rhodiniertem Sekundenzeiger, „Tweed Amp“ in Massivgold 5N mit Sekundenzeiger aus Messing 5N, „Stereo Panel“ in schwarz beschichtetem Massivgold mit schwarz beschichtetem Sekundenzeiger aus Messing
- Armband: Stahlband satiniert oder Kautschukband mit Kalbslederfütterung, beides mit Groove Lock Gehäuseverbindung, Doppelfaltschließe mit Feinjustierung von bis zu 3 mm je Richtung, Kautschuk in Schwarz bei „Vinyl Record“ und „Stereo Panel“, in Sand bei „Tweed Amp“
- Referenzen: 1-36-10-04-02-86 („Vinyl Record“, Metall- und Kautschukband im Set), 1-36-11-03-02-66 und 1-36-11-03-02-71 („Tweed Amp“), 1-36-11-01-02-66 und 1-36-11-01-02-71 („Stereo Panel“)
- Limitierung: „Vinyl Record“ auf 500 Stück limitiert
Die Glashütte Original 70s „Vinyl Record“ kostet 16.100 Euro, die Varianten „Tweed Amp“ und „Stereo Panel“ liegen bei 13.000 Euro am Kautschukband und bei 14.300 Euro am Stahlband.
Weiterführende Informationen auf der ⇒ Glashütte-Original-Webseite
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