Um das Herz der Uhr zu schützen gibt es die Stoßsicherung. Denn ein Sturz kann für das Uhrwerk tödlich sein. Besonders die Zapfen der Unruhwelle, welche zur Reibungsreduktion sehr filigran gearbeitet werden, sind gefährdet.

Die Unruh sitzt zwischen Unruhkloben und Platine und wird im Vergleich zu den anderen Rädern von vier Rubinen in Position gehalten, jeweils einem Lagerstein und einem Deckstein in Platine und Unruhkloben (im Bild ist der Deckstein deutlich sichtbar und der darunter liegende Lochstein als dunklere Fläche im Deckstein).

Der lose liegende Deckstein wird durch eine lyraförmige Feder (im Bild goldene Feder) in die Lagerschale mit Lochstein gepresst, in welchem die Unruh gelagert ist. Damit werden beide Rubine federnd gelagert.

Bei einem Sturz oder Schlag kann die Bewegungsenergie der Zapfen an die Lagerung abgegeben werden und diese sich horizontal und vertikal bewegen. Zusätzlich werden die Steine durch die Feder auch wieder in ihre Ausgangsposition zurückbewegt.

Es ist übrigens ausreichend, nur die Unruhwelle so zu schützen – die Wellen der Werkräder sind deutlich robuster und werden auch bei starken Stößen nur selten beschädigt. Daher werden sie in starren Lagern gelagert.

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