Walter Lange wurde am 29. Juli 1924 in Dresden geboren. Er war der Urenkel von Ferdinand Adolph Lange, der vor 175 Jahren in Glashütte die sächsische Feinuhrmacherei begründete. Walter Langes Vater Rudolf führte das Familienunternehmen mit seinen Brüdern Otto und Gerhard ab 1922 in der dritten Generation.

Nach der Ausbildung zum Uhrmacher trat Walter Lange in das Unternehmen ein. Enteignung und politische Verfolgung zwangen ihn 1948 zur Flucht nach Westdeutschland, wo er zusammen mit seinem Bruder in Pforzheim einen Uhrengroßhandel betrieb. Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung boten ihm die Chance, das Erbe seiner Vorfahren wiederzubeleben. Am 7. Dezember 1990 gründete er die Lange Uhren GmbH und ließ die Marke A. Lange & Söhne weltweit registrieren. Nach vierjähriger Entwicklungszeit präsentierte er am 24. Oktober 1994 zusammen mit seinem Geschäftspartner Günter Blümlein im Dresdner Residenzschloss die vier ersten Armbanduhren der Neuzeit. Seine couragierte Initiative ermutigte andere namhafte Uhrenhersteller und Zulieferer, sich ebenfalls in Glashütte anzusiedeln.

Mit rund einem Dutzend Unternehmen und circa 1.700 Arbeitsplätzen im Uhrensektor ist Glashütte heute wieder das wichtigste Zentrum der deutschen Uhrenindustrie. Unter ihnen ist Lange mit rund 600 Beschäftigten der größte Arbeitgeber am Standort. Aufgrund seiner Verdienste wurde Walter Lange mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Glashütte, dem Sächsischen Verdienstorden und dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Walter Lange war dem Unternehmen bis zu seinem Tod am 17. Januar 2017 als Repräsentant eng verbunden.

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