Zugfeder: In der Kleinuhr ist es ein gehärtetes, blau angelassenes Stahlband (auch aus Sonderstahl); es ist 200-600 mm lang und 0,05-0,20 mm dick. Diese Feder ist im Innern des Federhauses eingerollt und sichert der Uhr einen Gang von 36-40 Stunden, einschliesslich einer Gangreserve von 12-16 Stunden.
Ausserhalb des Federkerns kann die Zugfeder drei Normalformen aufweisen:

A: Spiralige Form: die Windungen weisen alle die gleiche Richtung auf, die der Lage der Feder im Federhaus entsprechen.

B: Halb umgekehrte Formdas äussere Ende des Blattes ist von a bis b umgekehrt gewickelt, wobei es einen Winkel von weniger als 360° bildet.

C: Umgekehrte Formdas äussere Ende des Blattes von c bis d ist umgekehrt gewickelt (S-Form), wobei es einen Winkel von über 360° bildet.
Seit 1945 werden die Zugfedern in stets steigendem Masse aus Sonderstahl (Eisen-Nickel-Chrom mit Zusätzen von Kobalt-Molybden-Gluzinium) oder aus kaltgeschmiedeten Legierungen (strukturelle Härtung) hergestellt. Solche Federn sind gewöhnlich unoxydierbar und weisen eine hohe Elastizitätsgrenze auf. Ihre Dauerverformung ist gering und die Bruchgefahr unbedeutend. Gegenwärtig gibt es zahlreiche Marken, die den Bedürfnissen der Industrie in jeder Hinsicht entsprechen (Durapower 1945, Nivaflex 1952, Vimetal-Isoflex 1953 usw.). Einige dieser Legierungen sind praktisch amagnetisch.

D: Verschiedene in der Uhrmacherei verwendete Federn:

E: Blattfeder: diese Art Feder wird gewöhnlich mit dem Namen des Teiles bezeichnet, auf den sie einwirkt: Wippenfeder, Steilhebelfeder, Sperrkegelfeder usw.

F: Drahtfeder: vereinfachte Herstellung aus einem Stahldraht (Klaviersaite), der seiner Funktion entsprechend gebogen und gekröpft wird.

Friktionsfeder: ihr Zweck ist, entweder zwischen zwei Organen eine elastische Verbindung herzustellen oder eine Bremswirkung auszuüben, um ein zufälliges Spiel zu vermeiden oder einen Teil richtig in Stellung zu halten.

H: Die Friktionsfeder r reibt gegen die Auflagefläche der Welle a, auf dem das Rad (Chronographen-, Zähler-. Sekunden-, Minutenrad usw.) befestigt ist.

I: Sperrfeder: Sie endet in in zwei schrägen Flächen, die zwischen die Zähne des Sternes a eindringen. Ihr Zweck ist, dem Stern eine feste Lage zu sichern.

J: Schraubenfeder: sie dient dazu, einen axialen Druck zu erzeugen oder zu bremsen.

K: Rückzug-, Rückstellfeder: ihr Zweck ist, ein Organ in eine bestimmte Lage zurückzubringen. Die Rückstellfeder e bringt den Anker c des Elektromagnets gegen den festen Stift f. sobald die Anziehungskraft des Ankers unterbrochen wird.

L: Rückerfeder: diese Feder drückt die Rückerspitze gegen die regulierbare Schraube e. Diese Vorrichtung gestattet, den Rücker sicher und genau einzustellen.

Schleppfeder (oder Gleitzaum): sie wird in den Uhren mit Selbstaufzug verwendet.

Gegengesperrfeder: sie sichert die nötige Triebkraft, während das Trieborgan (Feder oder Gewicht) aufgezogen wird (siehe Zusätzlicher Aufzug).

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