Favre Leuba stellte auf der Watches and Wonders 2026 die 1737-Kollektion vor: ein wichtiger Schritt nach dem Marken-Revival vor zwei Jahren. Die 1737 Triple Calendar, benannt nach dem Gründungsjahr, ist die fünfte Hauptkollektion des Hauses und kombiniert klassische Kalender- und astronomische Funktionen mit zeitgemäßem Design.
Abraham Favre begründete 1737 eine Uhrmachertradition, die fast 300 Jahre Bestand hat. Die 1737 Triple Calendar interpretiert das klassische Kalenderuhr-Design mit moderner Ästhetik, die Wert auf Ausgewogenheit, Klarheit und Proportion legt.
Hommage an das Gründungsjahr: die Kollektion 1737
Obwohl der Name an die Ursprünge von Favre Leuba erinnert, reicht die Geschichte der Marke mit Kalenderuhren samt Mondphasen bis 1946 zurück. Mit der Einführung der Datora entstand eines der wichtigsten Mehrkomplikations-Modelle der Nachkriegszeit. Diese Uhr vereinte einen kompletten Kalender (Tag, Datum, Monat) mit einer Mondphasenanzeige und bei manchen Versionen zusätzlich eine Chronographenfunktion. Damit positionierte sich Favre Leuba als Hersteller komplexer Zeitmesser in den 1940er Jahren.

Um 1950 entwickelte Favre Leuba seine Kalenderuhren weiter, beispielsweise mit einer Triple-Calendar-Mondphasen-Uhr in Kooperation mit Bovet & Frères auf Basis des Kalibers 1162. Diese Uhren waren für ihr elegantes und klassisches Design bekannt und repräsentieren die Zusammenarbeit zwischen Marken und Werkherstellern im Schweizer Uhrmacherhandwerk des 20. Jahrhunderts. Die Kalenderuhren von Bovet & Frères stellen ein bedeutendes Kapitel in Favre Leubas Komplikationsgeschichte dar.
In den 1950er Jahren produzierte Favre Leuba weiterhin Triple-Calendar- und Kalender-Chronographen, oft ausgestattet mit Valjoux-Kalibern. Besonders die Datora von 1946 sowie die Triple-Calendar-Mondphasen-Uhr von Bovet & Frères aus den 1950er Jahren (Kal. 1162) bilden die Grundlage für das Erbe der Marke im Bereich Kalender- und Mondphasen-Komplikationen und inspirieren die späteren Entwicklungen in Chronographen und professionellen Instrumentenuhren.

Die neue 1737 ist von den auffälligen, geometrischen Designs der Favre-Leuba-Uhren aus den 1970er Jahren inspiriert und interpretiert diese zeitgemäß. Ihr Edelstahlgehäuse mit 39 mm Durchmesser besticht durch klare Konturen und eine schlanke Form. Der Saphirglasboden gibt den Blick frei auf das Werk, das mit 4N-Gold veredelt wurde und einen warmen, klassischen Farbton besitzt. Dieser Kontrast hebt die handwerklichen Traditionen der Marke hervor.

Über die Zifferblattgestaltung der Favre Leuba 1737 Triple Calendar
Das Zifferblatt der 1737 Triple Calendar besticht durch ein raffiniertes Spiel der Texturen: Das Zentrum im Sonnenschliff trifft auf eine kreisförmig gebürstete Datumsskala und eine Minuterie mit feiner Azurierung (Schneckenmuster). Dieses subtile Finish verleiht dem Blatt eine faszinierende Tiefe. Polierte, 4N-goldene Appliken – ein Mix aus römischen Ziffern und Stabindizes – setzen edle Akzente. Das Zifferblatt ist in einem 39-mm-Edelstahlgehäuse untergebracht.
Während zwei Fenster bei 12 Uhr Wochentag und Monat anzeigen, verleiht die Mondphase bei 6 Uhr dem Design eine astronomische Tiefe. Den äußeren Rahmen bildet das Zeigerdatum, dessen gebürstetes Finish einen klaren, funktionalen Kontrast zum glanzvollen Zentrum setzt.
Das mechanische Kaliber FLD06 in der Kollektion 1737
Das Automatikkaliber FLD06 arbeitet mit einer Genauigkeit von ±5 Sekunden pro Tag. Der Saphirglasboden gibt den Blick frei auf das Werk in 4N-Gold, Genfer Streifen, Perlage und gebläute Schrauben. Ein skelettierter Rotor mit Sanduhr-Logo vervollständigt das Design. Praktische Korrektoren sind bei 2 und 10 Uhr bündig integriert.

Armband und Tragekomfort
Das farblich abgestimmte Lederband mit Schnellwechselsystem macht die Uhr flexibel – der Bandwechsel gelingt ohne Werkzeug. Die Dornschließe trägt das Favre-Leuba-Sanduhr-Logo.
Ein zeitgenössischer Ausdruck des Erbes
Die 1737 Triple Calendar stellt eine Verbindung zwischen der historischen Tradition und der modernen Ausrichtung von Favre Leuba her. Das Modell kombiniert klassische Uhrmacherkunst mit zeitgemäßem Design und repräsentiert ein kontinuierlich weiterentwickeltes Erbe, das die grundlegenden Prinzipien des Hauses bewahrt.
„Die 1737 Triple Calendar ist das Bindeglied zwischen unserem Ursprung und unserer Vision‘, erklärt Patrik P. Hoffmann, CEO von Favre Leuba. ‚Sie ist Ausdruck unserer Philosophie: Ein Erbe, das die Gestaltung leitet, wobei jedes Detail mit absoluter Klarheit und Bestimmung geformt wird.‘“
Die technischen Features der Favre Leuba 1737 Triple Calendar
- Gehäuse: Rundes Edelstahlgehäuse, Durchmesser 39 mm, Dicke 12,11 mm, Lug-to-Lug 47,1 mm, Band-Anstoßbreite 20 mm, wasserfest bis 10 ATM (100 m). Sichtboden, 4N-Gold veredeltes Uhrwerk mit verschiedenen Oberflächenveredelungen.
- Krone: Geprägt mit dem Favre-Leuba-Sanduhrmonogramm
- Glas: Saphirglas mit Antireflexbeschichtung
- Zifferblatt: Sonnenschliff-Zifferblatt mit applizierten römischen Ziffern- und Stabindizes, Zeigerdatumsskala mit gebürstetem Finish und Minutenskala mit Plattenschliff
- Uhrwerk: Kaliber FLD06 mit automatischem Aufzug, 56-Stunden-Gangreserve, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz), 25 Lagersteine
- Funktionen: Dreifachkalender (Wochentag, Datum, Monat, Mondphase)
- Armband: Lederarmband in Blau mit Dornschließe aus Edelstahl; integriertes Schnellwechselsystem
Garantie: 2 Jahre, auf 3 Jahre verlängerbar
Unverbindliche Preisempfehlung: CHF 3.500 / € 4.100
Weiterführende Informationen auf der ⇒ Webseite von Favre Leuba

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