In den 1960er-Jahren avancierte Nina Rindt zu einer unerwarteten Stilikone im Fahrerlager der Formel Eins. Das mit dem Rennfahrer Jochen Rindt verheiratete finnische Model war eine ständige Begleiterin bei Rindts Rennen und stoppte seine Rundenzeiten mit einer Universal Genève Compax an ihrem Handgelenk.
Doch das war nicht irgendein Chronograph, denn Nina passte die Uhr so an, dass sie zu einem der begehrtesten Vintage-Zeitmesser des 20. Jahrhunderts wurde und unter Sammlern heute einfach als „die Nina “ bekannt ist. Nun bringt Universal Genève sie zurück, in zwei Serien mit jeweils drei Uhren unter dem Namen „Tribute to Compax“. Der japanische Lederkünstler Satoru Hosoi interpretiert dabei Ninas charakteristisches Bund-Armband neu und vereint ihren ikonischen Rennstreckenstil mit zeitgenössischer Handwerkskunst.

Die Universal Genève Compax war ein Geschenk von Ninas Ehemann, dem Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt. Angeblich ließ er sogar den Sekundenzeiger des Chronographen von schwarz auf rot umrüsten, damit Nina die Rennenzeiten genauer messen konnte. Doch Nina fand das Armband der Uhr zu maskulin– sie wollte etwas, das zu ihrem eigenen Stil passte.
Universal Genève lanciert die Tribute to Compax Hommage an Nina Rindt
Auf einer Reise nach Paris entdeckte sie in einem Schaufenster eine breite Ledermanschette. Diese sogenannten Bund-Armbänder wurden einst von Piloten getragen, um das Handgelenk vor der Hitze im Cockpit zu schützen. Die Form erinnerte an die Armmanschetten der Uniformen im antiken Griechenland und Rom– was also paradoxerweise eher eine maskuline Assoziationen hervorruft. Doch Nina war anderer Auffassung. Sie liess ihre Compax in die Ledermanschette einpassen und drückte so der Uhr ihren eigenen Stempel auf, die jetzt unkonventionell, auffallend und unglaublich modern wirkte.
Das Bild der stilvollen und zugleich unnahbaren Nina mit ihrer Compax am Streckenrand ging um die Welt und ist heute eine Ikone. Was ursprünglich ein rein funktionales Renninstrument war, avancierte zu einem modischen Statement. Im Laufe der Zeit wurde die von Nina getragene Variante bei Sammlern unter ihrem Namen verewigt.
Tribute to Compax Hommage an Nina Rindt
Mehr als ein halbes Jahrhundert später lässt Nina Rindt – mittlerweile über achtzig Jahre alt – diese Geschichte bei Universal Genève noch einmal aufleben. Für die Marke, die sich auf ihre lang erwartete Rückkehr 2026 vorbereitet, war das ein Anlass, um die Bedeutung von „Le Couturier de la Montre“, also dem Uhren-Couturier, im 21. Jahrhundert zu demonstrieren: die Verbindung von Uhrmacher- und Handwerkskunst, von Geschichte und Neuerfindung.
Tribute to Compax Hommage an Nina Rindt in 18 Karat Weiß- und Rotgold
Zum ersten Mal überhaupt präsentiert Universal Genève nun „die Nina“ in 18 Karat Weiss- und Rotgold als hochexklusive Auflage von zwei Sets mit jeweils drei „Tribute to Compax“-Uhren. Während das Modell der 1960er Jahre noch das Valjoux 72 verwendete, werden diese Modelle vom Kaliber „Universal 281“ von Universal Genève angetrieben – die einzigen „Ninas“, die dieses historische Werk verwenden.
„Diese sechs individuell gefertigten Uhren entsprechen der Ausrichtung, die wir 2023 beim Erwerb der Marke festgelegt haben“, so CEO Georges Kern. „Der Chronograph von Nina Rindt ist eine der prägenden Geschichten von Universal Genève. Ihn neu zu interpretieren, war nie eine Frage. Es gehörte von Anfang an zu unserer Vision für die Wiederbelebung der Marke.“
Tribute to Compax: eine Legende aus neuer Perspektive
Die Grundlage der neuen Kollektion „Tribute to Compax“ sind die handgefertigten Bund- Armbänder des renommierten japanischen Lederkünstlers Satoru Hosoi und markieren seine erste Zusammenarbeit mit einer Uhrenmarke.
Hosoi, der sowohl in Japan als auch in Italien ausgebildet wurde, bevor er sein Handwerk bei Hermès und Moynat perfektionierte, erhielt 2015 den Titel „Meilleur Ouvrier de France“ (Bester Handwerker Frankreichs) und arbeitet heute in seinem Pariser Atelier. Für Universal Genève entwarf er ein Bund-Armband, das eher der Couture als seinen militärischen Ursprüngen entstammt. Es besteht aus drei ineinandergreifenden Kalbslederstreifen, die fest miteinander vernäht sind – im Gegensatz zum typischen Bund-Armband mit entnehmbarer Unterlage. Die Interpretation spiegelt wieder, was Nina ihrer Uhr verlieh: Sie erhob das Funktionale zum Edlen.
„Ich wollte etwas schaffen, das beispiellos und gleichzeitig ausgesprochen komplex und einzigartig ist“, sagt Hosoi über sein Abenteuer im Bereich der Uhrmacherei.
Jedes Armband wurde mit den Signaturen von Universal Genève und HOSOÏ-PARIS punziert. Die Farbpalette ist modisch und dennoch zeitlos: Braun oder Schwarz zusammen mit Uhren aus 18 Karat Weissgold; Taupe oder Oliv zusammen mit Uhren aus 18 Karat Rotgold. Passenderweise wurden die Armbänder der „Tribute to Compax“ in Paris gefertigt, genau in jener Stadt, in der Nina ihre erstmals verwandelte. So schliesst sich nun der Kreis.
Ein meiterhaftes Zifferblatt für die Tribute to Compax Hommage an Nina Rindt
Vom Armband wandert die Aufmerksamkeit zum Zifferblatt, für das Grand-Feu-Emaille gewählt wurde, eine der angesehensten dekorativen Handwerkskünste in der Uhrmacherei. Die Technik erfordert mit Metalloxiden angereicherte Mineralien, die bei über 800°C gebrannt und in bis zu zehn Schichten aufgetragen werden, bis die Oberfläche mit einer Tiefe und Beständigkeit glänzt, die maschinell nicht zu erreichen ist.
Die sechs Zifferblätter der Kollektion wurden von Meisteremailleuren gefertigt und reichen von klassischem undurchsichtigem Weiß und Schwarz bis hin zu transluzentem Blau und Braun. Der rote Sekundenzeiger des Chronographen, der an Ninas modifizierten Compax erinnert, schneidet mit grafischer Klarheit über den Emaille.
Die Grand-Feu-Technik erlaubt keine Fehler. Eine einzige Unvollkommenheit kann während des Brennvorgangs zu Rissen oder Verformungen der Emaille führen. Dennoch ist ihre Beständigkeit unübertroffen. Bei korrekter Ausführung kann ein Grand-Feu-Zifferblatt niemals verblassen. Wie der bleibende Einfluss von Nina sind auch diese sechs außergewöhnlichen Stücke dazu bestimmt, Geschichte zu schreiben.
Das Herzstück der Tribute to Compax Nina Rindt
Im Inneren schlägt ein weiteres Stück Geschichte. Universal Genève hat historische Kaliber 281 aus der Compax-Ära wieder aufgearbeitet. So entstanden Chronographen mit Handaufzug und Schaltrad und einem Durchmesser von 28,50 mm und einer Dicke von 7,10 mm. Diese Uhrwerke waren einst das technische Rückgrat des Renommees von Universal Genève.
Durch die Neuauflage dieser Modelle steht die Tribute to Compax in Verbindung mit der ursprünglichen Ära und ist gleichzeitig ein Hinweis auf die bevorstehende Rückkehr der Marke zur Fertigung von Uhrwerken, die sich durch dieselbe Präzision, Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit auszeichnen wie die Chronographen der 1960er-Jahre.
Eine Philosophie der Uhrmacherei
Wie das 2024 von Laurent Jolliet, einem der letzten Schweizer Kettenschmiede hergestellte Polerouter-Armband aus Weißgold, setzen auch das Grand-Feu-Zifferblatt und das Bund- Armband der Compax die Philosophie fort, die Universal Genève für seine Wiederbelebung verfolgt, nämlich die Uhrmacherkunst als ein Métier d’Art zu betrachten. So wie die hohe Kunst des Kunsthandwerks auf die weltweit erfahrensten Ateliers der Welt zurückgreift, ist das auch bei diesen Uhren der Fall. Leder, Emaille, Mechanik: Jede Handwerkstechnik wird zu einem Kunstwerk erhoben.
Dabei geht es um eine Neuinterpretation: Ninas Improvisationen – der rote Zeiger, das Armband, das persönliche Flair – sind heute für die Tribute to Compax mit höchster Kunstfertigkeit neu interpretiert worden.
Es werden nur zwei komplette Serien der „Tribute to Compax“ hergestellt, die ausschließlich auf Anfrage erhältlich sind.
Der Erlös kommt der Genfer Uhrmacherschule zugute, der ältesten Uhrmacherschule der Schweiz, die seit jeher eng mit Universal Genève verbunden ist. Durch die Finanzierung von Ausbildungsplätzen und die Bewahrung seltener Handwerkstechniken sorgt das Projekt dafür, dass das savoir-faire, das hinter solchen Uhren steckt, auch im nächsten Jahrhundert nicht verloren geht.
Die Tribute to Compax macht deutlich, in welche Richtung sich Universal Genève entwickelt: kompromisslos im Handwerk, kreativ im Geist und immer getreu seiner eigenen Wurzeln als Le Couturier de la Montre.
Den vollständigen Relaunch erwarten wir im Jahr 2026, doch diese Uhren kündigen bereits die Wiederbelebung eines Hauses an, in dem Vergangenheit und Zukunft, Uhrmacherei und Kunst in perfekter Harmonie aufeinandertreffen.
Für Anfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an www.universalgeneve.com/de.
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