Die Schweizer Haute Horlogerie-Manufaktur Audemars Piguet präsentierte anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums eine neue Interpretation der Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel im 41 mm-Gehäuse aus schwarzer Keramik und 18 Karat Roségold. Deren faszinierende Bicolor-Ästhetik wird durch ein schimmerndes Aventurin-Zifferblatt verstärkt.
Die Starwheel, benannt nach den charakteristischen sternförmigen Rädern, die die Stundenscheiben führen, wurde 2022 in der Kollektion Code 11.59 by Audemars Piguet vorgestellt. Ausgestattet mit dem Automatikkaliber 4310 und der Komplikation der wandernden Stunden repräsentiert sie das kontinuierliche Bestreben der Manufaktur, traditionelle Uhrmacherkunst mit moderner Ästhetik zu verbinden.
Die Code 11.59 Starwheel führt die Tradition poetischer Komplikationen fort. Der Mechanismus der wandernden Stunden reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als ihn die Brüder Campani im Auftrag von Papst Alexander VII. entwickelten. Ziel war es, eine geräuschlose und leicht ablesbare Zeitmessung zu ermöglichen. Die erste Uhr dieser Art zeigte die Zeit nicht über Zeiger, sondern durch ein beleuchtetes Fenster an. Dieses Prinzip bildete die Grundlage für den späteren Wanderstunden-Mechanismus.
Im späten 17. Jahrhundert wurde die Komplikation ohne Hintergrundbeleuchtung in Taschenuhren eingesetzt. Die bogenförmige Öffnung deckte weiterhin 180 Grad ab und integrierte Minutenmarkierungen zur Präzisionssteigerung. Im nachfolgenden Jahrhundert avancierten diese Uhren zu prestigeträchtigen Geschenken, häufig verziert mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die Popularität der Komplikation ab und neue Sektor-Zifferblätter mit 120-Grad-Anzeige erleichterten das Ablesen. Die 360-Grad-Wanderstunden-Version wurde eingeführt, aber schließlich durch die springende Stunde ersetzt, welche zum prägenden Stilmerkmal der Stromlinien-Moderne wurde.

1989 entdeckte ein Uhrmacher von Audemars Piguet das System der wandernden Stunden erneut.
In einer Phase innovativer Kreativität innerhalb der mechanischen Uhrmacherei begann die Entwicklung eigener Modelle. Nach 18-monatiger Entwicklungsarbeit präsentierte Audemars Piguet 1991 die Ref. 25720 – eine Uhr mit wandernden Stunden, bei der drei sternförmige Räder die Saphir-Stundenscheiben auf einem zentralen Rad befestigen.
Zwischen 1991 und 2003 entstanden rund 30 „Starwheel“-Modelle mit verschiedenen ästhetischen Ausprägungen, darunter unterschiedliche Fensterformen, Edelsteinbesatz und kunstvolle Skelettierung. Die Wiedereinführung des Wanderstunden-Mechanismus markiert einen wichtigen Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Haute Horlogerie.
Neuinterpretation der Verbindung von historischer Komplikation und zeitgenössischem Design
Die aktuelle Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel interpretiert die Verbindung von historischer Komplikation und zeitgenössischem Design neu. Im Jahr 2022 wurde die Starwheel-Anzeige mit dem Kaliber 4310 in die Kollektion integriert. Das Automatikwerk basiert auf dem Kaliber 4309 und ergänzt dieses um den Wanderstunden-Mechanismus.
Drei Aluminiumscheiben, jeweils mit vier Ziffern von 1 bis 12 versehen, rotieren einzeln und zeigen nacheinander auf die Minutenskala, die im 120-Grad-Bogen am oberen Rand des Zifferblatts angebracht ist. Ein roségoldfarbener Sekundenzeiger folgt präzise dem Relief der Scheiben und unterstützt die klare Zeitangabe bei gleichzeitig dynamischem Zifferblattdesign. Diese technische Umsetzung ermöglicht eine präzise und intuitive Zeitanzeige und steht exemplarisch für die innovative Interpretation traditioneller Komplikationen.

Das saphirglasgeschützte Uhrwerk offenbart einen speziell gefertigten Rotor aus 22 Karat Roségold und fein ausgeführte Veredelungen. Mit einer Gangreserve von 70 Stunden sowie Wasserdichtigkeit bis 30 Meter bietet das Kaliber 4310 herausragende Zuverlässigkeit und Funktionalität.
Das aktuelle Modell kombiniert eine Lünette und einen Gehäuseboden aus 18 Karat Roségold mit einem Mittelteil aus schwarzer Keramik und betont so das moderne Gehäusedesign der Code 11.59 by Audemars Piguet.
Das Zifferblatt wird von einer schwarzen Aventuringlas-Platine akzentuiert, die als schimmernder Hintergrund für die wandernden Stunden dient. Die drei mit goldfarbenen Ziffern versehenen schwarzen Opalin-Stundenscheiben spiegeln sich im zentralen Rotor und verleihen dem Zifferblatt Tiefe sowie dezente Lichtreflexe – ein Zusammenspiel, das die gestalterische und technische Kompetenz der Manufaktur verdeutlicht.
Die Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel in 18 Karat Roségold und schwarzer Keramik steht für die Weiterentwicklung der Kollektion mit innovativen Material- und Farbkombinationen, die 150 Jahre Uhrmachertradition mit zeitgenössischer Ästhetik verbinden.

Die technischen Features der Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel / 41mm
Referenz 15212NR.OO.A002KB.01-AB
- Gehäuse: Gehäuse aus 18 Karat Roségold, Gehäuse-Mittelteil aus schwarzer Keramik, doppelt gewölbtem entspiegeltem Saphirglas, Saphirglasboden, wasserdicht bis 30 Meter. Gehäusehöhe: 10,7 mm
- Zifferblatt: Schwarzes Aventurin-Zifferblatt, schwarze Opalin-Aluminiumscheiben, Zeiger aus 18 Karat Roségold und schwarze Opalin-Innenlünette.
- Uhrwerk: Kaliber 4310 mit Automatikaufzug, Gesamtdurchmesser 32 mm (14 Linien), Gesamthöhe 5,4 mm, Gangreserve (mindestens) 70 Stunden, Frequenz der Unruh 4 Hz (28.800 Halbschwingungen/Stunde), 224 Einzelteile, 32 Rubine
- Funktionen: Stunden, Minuten und zentrale Sekunde.
- Armband: Strukturiertes, schwarzes Armband mit Kautschukbeschichtung und Dornschließe aus 18 Karat Roségold.
Unverbindliche Preisempfehlung: € 58.900
Weiterführende Informationen auf der ⇒ Webseite von Audemars Piguet
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