Baselworld Neuheit: Mühle Glashütte Teutonia Sport I

Baselworld Neuheit: Mühle Glashütte Teutonia Sport I

Mit der Teutonia Sport I erweitert Mühle Glashütte zur Baselworld 2019 die Linie Teutonia Sport um ein weiteres Modell. Und das nimmt im Jubiläumsjahr Bezug auf die Unternehmensgeschichte des Glashütter Familienunternehmens.

Man könnte auch sagen „Die Legende lebt“ – denn ab den 1920er Jahren fertigte man bei R. Mühle & Sohn die begehrten Glashütter Mühle-Tachometer. Die neue Teutonia Sport I mit Tachymeter-Funktion versetzt Automobil-affine Uhrenliebhaber zurück in die Zeit der großen sächsischen Automobilhersteller.

Mit ihrer rot-schwarzen Farbgebung weckte bereits die Teutonia Sport den Italiener in uns – mit der neuen Teutonia Sport I am Arm sind die Gedanken eher in der Nähe der legendären Silberpfeile – und damit sind hier natürlich die historischen Grand-Prix-Rennwagen der sächsischen Auto Union gemeint. Denn mit Horch, DKW und Wanderer hat R. Mühle & Sohn drei der vier Marken der Auto Union mit den ebenso legendären Glashütter Mühle-Tachometern sowie mit Auto-Uhren und Drehzahlmessern beliefert.

Vor allem das Zifferblatt des neuen Mühle-Chronographen spricht den Betrachter mit seiner automobilen Instrumentenoptik an. Verantwortlich dafür zeichnet die Bicompax-Aufteilung mit Kleiner Sekunde bei 9 Uhr und 30-Minuten-Zähler bei 3 Uhr. Wie Tachometer und Drehzahlmesser fügen sich die Totalisatoren in die stilvolle „Clous de Paris“-Prägung des Zifferblattes ein. Verstärkt wird die automobile Anmutung noch durch die leicht nach innen abfallenden Umrandungen der Totalisatoren.

Auch die Tachymeter-Funktion rückt die Teutonia Sport I ganz nah an die Rennstrecke. Deren Skala ist auf dem Rehaut platziert und ermöglicht, bezogen auf eine Distanz von 1.000 Metern, die Messung von Durchschnitts-Geschwindigkeiten. Der messbare Geschwindigkeitsbereich reicht dabei bis 300 Kilometer pro Stunde – was selbst für die schnellsten Silberpfeile ausreichend sein sollte.

Teutonia Sport I

Mit der Chronographen-Funktion lassen sich zudem deren Rundenzeiten messen. Dies ist bedingt durch die Uhrwerksfrequenz von 4 Hertz bzw. 28.800 Halbschwingungen pro Stunde bis auf eine Achtelsekunde genau möglich. Dazu wird der Chronograph mit dem Startdrücker in Gang gesetzt, der durch eine umlaufende blaue Linie gekennzeichnet ist. Dessen Oberseite ist – wie die Oberseiten der volutenförmigen Hörner – fein poliert und hebt sich damit spannungsreich vom Gehäuse-Mittelteil ab. Dieser ist – ganz Teutonia-typisch – mit einem senkrechten Schliff versehen, der von Hand aufgebracht wird.

Das Blau des Drückers findet sich nicht nur in den CVD-beschichteten (Chemical Vapour Deposition bzw. chemische Gasphasenabscheidung) Zeigern und Indizes wieder, sondern auch in der Tachymeter-Skala und Sekunden-Unterteilung. Deren drei feine Indizes teilen eine Sekunde in wiederum vier Einheiten, sodass die messbaren Achtelsekunden genau abgelesen werden können. Steht der Stoppzeiger direkt auf einem der kleinen blauen Indizes handelt es sich dabei um zwei, vier oder sechs Achtelsekunden, wird er dazwischen gestoppt sind es zum Beispiel drei Achtelsekunden.

Daß Stoppzeiten und vor allem die Uhrzeit mit höchster Präzision angezeigt werden, ermöglicht das zuverlässige Mühle-Chronographenwerk MU 9419. Dieses wird mit der patentierten, besonders stoßsicheren Spechthalsregulierung aufwendig in sechs Lagen reguliert und dabei so eingestellt, dass seine Gangwerte zwischen 0 und +8 Sekunden pro Tag liegen.

Darüber hinaus wird das Uhrwerk mit der hauseigenen Dreiviertelplatine inklusive Glashütter Gesperr und dem blau eloxierten Jubiläums-Rotor ausgestattet – was den neuen Chronographen zu einer rundum gelungenen Mühle-Uhr macht.

 

Teutonia Sport I

 

Die technischen Features der Teutonia Sport I

  • Gehäuse: 42,6 mm Edelstahlgehäuse, geschliffen/poliert mit beidseitig drehbarer Lünette. Höhe 15,5 mm. Boden mit Sichtfenster. Verschraubte Krone. Wasserdicht bis 10 bar. Bandstege verschraubt.
  • Glas: Gewölbtes, doppelt entspiegeltes Saphirglas.
  • Zifferblatt: Farbe Silber mit „Clous de Paris“-Prägung. Applizierte Indizes. Stundenindizes und Zeiger CVD-beschichtet und mit Super-LumiNova belegt.
  • Uhrwerk: MU 9419, Automatik; mit patentierter Spechthalsregulierung, Glashütter Dreiviertelplatine, blau eloxiertem Jubiläums-Rotor und charakteristischen Oberflächenveredelungen. Sekundenstopp. Datumschnellkorrektur. 48 h Gangreserve.
  • Armband: Lederband mit Dornschließe aus Edelstahl

Unverbindliche Preisempfehlung: € 3.450,- (mit Lederband)

Den nächsten Fachhändler, der Uhren von Mühle Glashütte führt, finden Sie unter diesem Link

 

Exklusiv für die Neuheiten 2019: Der Mühle Jubiläums-Rotor.

Das 150. Jubiläum der Firmengründung durch Robert Mühle, 25 Jahre Nautische Instrumente Mühle-Glashütte: Die neuen Mühle-Uhren, die  2019 lanciert werden, besitzen einen Rotor mit einem blau eloxierten Mittelsegment aus Aluminium und einer Jubiläums-Gravur.

Seit fünf Generationen steht der Name „Mühle“ für Präzision und das präzise Messen. Den Grundstein dafür legt Robert Mühle im Jahr 1869. Nach seiner Ausbildung in der Uhrenmanufaktur von Moritz Großmann gründet er in Glashütte ein eigenes Unternehmen und stellt zunächst Messinstrumente für Uhrmacher und später auch Tachometer, Drehzahlmesser und Autouhren her.

Über die Jahre hinweg ist die Leidenschaft für das präzise Messen regelrecht zu einer Familien-Tradition geworden, als sich in vierter Generation die Ausrichtung des heutigen Unternehmens herausbildet: Seit 1994 fertigt Mühle-Glashütte Schiffsuhren und Marinechronometer – und heute vor allem auch hochwertige mechanische Armbanduhren. In diesen kommt jetzt der neue Jubiläums-Rotor zum Einsatz. Die Sonderedition des Mühle-Rotors ist auf Modelle beschränkt, die 2019 neu vorgestellt und gleichzeitig auch in diesem Jahr gefertigt werden.

Der Jubiläumsrotor besitzt im Vergleich zum regulären Mühle-Rotor ein Mittelsegment aus Aluminium. Das Leichtmetall kommt bei Rotoren sehr selten zum Einsatz. Aus dem Rohmaterial werden die Mittelsegmente aufwändig bei Mühle-Glashütte hergestellt, was auf den hauseigenen CNC-Bearbeitungszentren geschieht. Aus unbearbeiteten Aluminium-Grundträgern formen sie Schritt für Schritt die Rohlinge, die anschließend in der Finissage für das Eloxieren vorbereitet werden. Beim Eloxieren erhalten die Mittelsegmente ihre blaue Färbung, indem die Oberfläche des Aluminiums in eine härtere und korrosionsbeständige Oxidschicht umgewandelt wird. Die Gravuren werden abschließend per Laser in das Rotorblatt eingraviert und beziehen sich auf das Doppel-Jubiläum, das Mühle-Glashütte in diesem Jahr feiert.

Wie der bisher bekannte Mühle-Rotor wird das Mittelsegment des Jubiläums-Rotors mit einem speziellen Schwermetallhalbreifen versehen. Dieser wird je nach Uhrwerk mit vier bzw. fünf goldfarbenen Nieten an den äußeren Umfang des Mittelsegments genietet. Beides wird schließlich über ein reibungsarm funktionierendes Kugellager mit dem Uhrwerk verbunden und kann das Federhaus so besonders effizient aufziehen.

 

 

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