Zum 25-jährigen Bestehen präsentiert Lang & Heyne die Friedrich III. Gangreserve. Das neue Handaufzugskaliber VI-II ergänzt die Architektur des Caliber VI um ein Differentialgetriebe zur Anzeige der verbleibenden Gangreserve. Die Edition in Roségold oder Platin ist auf 25 Stück limitiert.
25 Jahre Lang & Heyne
Was 2001 als kleine Werkstatt begann, ist heute ein rund 40-köpfiges Team aus Uhrmachern, Finisseuren, CNC-Bedienern, Konstrukteuren und Qualitätskontrolleuren. Die Manufaktur nahe Dresden fertigt jährlich zwischen 150 und 200 Uhren in Kleinserie, bei einer Fertigungstiefe von über 90 Prozent am Uhrwerk.
Das Zifferblatt der Lang & Heyne Friedrich III. Gangreserve
Das dreiteilige, flach polierte Keramikzifferblatt trägt eine mittig platzierte, Givré-veredelte Zierplatte im Ton des jeweiligen Gehäusematerials. Die römischen Ziffern sind in die Keramik graviert und mit schwarzem und rotem beziehungsweise blauem Lack gefüllt. Dazu kommen neu gestaltete, breite Birnenzeiger.
Die Friedrich III. Gangreserve wird ausschließlich in 18 Karat Roségold oder Platin 950 gefertigt.

Die Skala der Gangreserveanzeige
Die Gangreserveskala ist mit einer abgestuften Punktreihe versehen statt mit einem festen Nullanschlag. Das Detail ist bewusst gesetzt, denn das Kaliber besitzt keinen Ablaufstop. Nichts hält das Werk bei einer bestimmten Restreserve an, die Uhr läuft aus, sobald die Gangreserve aufgebraucht ist.
Warum Lang & Heyne eine Gangreserveanzeige verbaut
Gangreserveanzeigen haben vor allem bei Präzisions- und Beobachtungsuhren sowie bei Seechronometern eine lange Tradition. Bei Lang & Heyne dient die Anzeige nicht allein der Information über die verbleibende Gangreserve. Sie erinnert an das rechtzeitige Aufziehen und hilft, den Vollaufzug besser einzuschätzen.
„Die Anzeige soll wie beim Seechronometer an das rechtzeitige Aufziehen erinnern, da dann die gleichmäßigere Kraftabgabe der Zugfeder die Ganggenauigkeit verbessert. Außerdem hilft sie, den Vollaufzug optisch zu erkennen, was die Bauteile beim Aufziehen schont“, sagt Jens Schneider, Development Director bei Lang & Heyne. „Die Uhr ist für uns vorrangig ein Zeitmessinstrument. Da diese Anzeige dabei hilft, die Ganggenauigkeit zu verbessern, ergänzt sie unsere Uhrwerke harmonisch.“

Das Kaliber VI-II der Lang & Heyne Friedrich III. Gangreserve
Das LH Caliber VI-II basiert auf dem klassischen Caliber VI der Manufaktur und hat mit 14 ¼ Linien, also 33,5 Millimetern, und einer Höhe von 4,9 Millimetern dieselben Maße. Das Handaufzugswerk schlägt mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, entsprechend 2,5 Hertz, und bietet eine Gangreserve von 55 Stunden. Es besteht aus 174 Teilen, arbeitet mit 27 Rubinen und trägt einen Diamanten mit Brillantschliff.

Zwei Bewegungen, eine Anzeige
Technisch geht es beim Caliber VI-II darum, die Differenz zweier unabhängiger Drehbewegungen mit einem Zeiger ablesbar zu machen. „Die Mechanik führt die Bewegung des Sperrrades beim Aufziehen und die des Federhauses beim Ablauf der Uhr auf eine Achse zusammen“, erklärt Schneider. Das Federhaus allein zeigt, wie viel Kraft noch übrig ist, das Sperrrad allein, wie viel aufgezogen wurde. Erst die Differenz beider Werte ergibt die Gangreserve.
Die Lösung ist ein Differentialgetriebe, das unter einem eigenen Kloben gelagert ist und daher nicht in den übrigen Aufbau des Werks eingreift. Es besteht aus zwei kronverzahnten Rädern, die beide in einen Satellitentrieb auf der Anzeigewelle eingreifen. Die Konstruktion kommt mit wenigen zusätzlichen Bauteilen aus.
„Sperrrad und Federhaus übertragen ihre Drehbewegung auf ein Satellitenrad, welches auf einer drehbaren Achse sitzt. Gibt es eine Differenz zwischen beiden Bewegungen, dreht sich diese Achse in die eine oder andere Richtung. Über eine weitere Übersetzung treibt diese Achse eine Zeigerachse an“, so Schneider.

Toleranzen und Montage
Die Schwierigkeit liegt nach Angaben der Manufaktur weniger im Prinzip als in der Integration in ein 33,5 Millimeter großes Handaufzugswerk, das ursprünglich nicht dafür ausgelegt war. „Es gibt wenig Raum zum Federhaus, daher müssen die Triebe klein sein“, sagt Schneider. „Aufgrund der vielen Toleranzen muss man sich über die Montierbarkeit und Einstellbarkeit Gedanken machen.“
Da das Differential nur mitgenommen wird und nicht unter Kraft steht, ist seine Präzision eine Frage des Spiels in den Verzahnungen. Je größer dieses Spiel ist, desto länger dauert es, bis sich der Zeiger nach einer Umkehr der Drehrichtung wieder bewegt.
Vor der Montage des Zifferblatts wird die abgespannte Uhr aufgezogen und der Lauf des Anzeigerades beobachtet. Beim ersten Aufziehen muss sich der Zeiger ohne Rucken gleichmäßig bewegen, erst dann gelten alle Einstellungen als korrekt.
Gehäuse und Gravuren der Lang & Heyne Friedrich III. Gangreserve
Das Gehäuse misst 39,2 Millimeter im Durchmesser bei einer Höhe von 10,5 Millimetern. Saphirglas und Saphirglasboden sind beidseitig entspiegelt, die Wasserdichtigkeit liegt bei 3 bar. Getragen wird die Uhr an einem Alligatorlederband mit Dornschließe.
Die Limitierung auf 25 Stück greift das Jubiläum der Manufaktur auf. Jedes Werk trägt die Gravur „One of 25“, die Modellbezeichnung „FIII-Reserve“ und den Schriftzug „Lang & Heyne Dresden“. Der Unruhkloben ist von Hand graviert.

Der Namensgeber: Friedrich III.
Uhren von Lang & Heyne tragen die Namen von Persönlichkeiten aus dem Haus Wettin, einem Herrscherhaus, das die Geschichte Sachsens über acht Jahrhunderte prägte. Die Manufaktur verbindet ihre Uhren damit mit ihrer Herkunft Dresden und der Kultur aus Kunst, Handwerk und Präzision, aus der auch die sächsische Uhrmacherei hervorging.
Namensgeber dieses Modells ist Friedrich III., Markgraf von Meißen und Landgraf in Thüringen. Er übernahm 1349 die väterlichen Länder Meißen und Thüringen, die er gemeinsam mit seinen Brüdern regierte. Während seiner Regentschaft festigte sich das innere Gefüge des Landes. Er verfolgte die Vergrößerung des wettinischen Besitzes und trieb den Ausbau der Verwaltungsstruktur voran.

Die technischen Features der Lang & Heyne Friedrich III. Gangreserve
- Werk: LH Caliber VI-II auf Basis des Caliber VI, Handaufzug, 14 ¼ Linien (33,5 mm), Höhe 4,9 mm, Frequenz 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (2,5 Hz), Gangreserve 55 Stunden, 174 Teile, 27 Rubine, 1 Diamant mit Brillantschliff, Gangreserveanzeige über zusätzliches Differentialgetriebe mit zwei kronverzahnten Rädern, kein Ablaufstop, handgravierter Unruhkloben, Gravuren „One of 25“, „FIII-Reserve“ und „Lang & Heyne Dresden“
- Funktionen: Stunden und Minuten, große dezentrale Sekunde, Gangreserveanzeige
- Gehäuse: 18 Karat Roségold oder Platin 950, Durchmesser 39,2 mm, Höhe 10,5 mm, Saphirglas und Saphirglasboden beidseitig entspiegelt, wasserdicht bis 3 bar
- Zifferblatt: dreiteilig, flach polierte Keramik, mittig platzierte Givré-veredelte Zierplatte im Ton des Gehäusematerials, gravierte römische Ziffern mit schwarzem und rotem beziehungsweise blauem Lack gefüllt, Gangreserveskala mit abgestufter Punktreihe, breite Birnenzeiger
- Band: Alligatorleder mit Dornschließe
- Limitierung: 25 Stück, ausschließlich in Roségold und Platin
Die Lang & Heyne Friedrich III. Gangreserve kostet in Roségold 70.091 Euro und in Platin 75.565 Euro, sie ist ab dem 21. September 2026 bestellbar, erste Auslieferungen können je nach Nachfrage im vierten Quartal 2026 erfolgen.
Weiterführende Informationen auf der ⇒ Lang-&-Heyne-Webseite
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