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Neue Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel

Revival der Starwheel aus den 1990-er Jahren im Gehäuse der modernen Code 11.59

Von Hans Hörl
8. Dezember 2022
in Aktuelle Uhren-Neuheiten, Uhren von € 50.000,- bis 100.000,-
Lesedauer: 5 Minuten
Home Aktuelle Uhren-Neuheiten
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Audemars Piguet lanciert die neue Code 11.59 Starwheel in einer Kombination aus schwarzer Keramik und 18 Karat Weißgold: Revival der Starwheel aus den 1990-er Jahren.

Die im 17. Jahrhundert erfundene „wandernde Stunde“ ist eine Anzeigekomplikation, bei der die Zeit entlang einer bogenförmig angeordneten Minutenskala verläuft. Diese ästhetische Anordnung der Zeit besitzt eine gewisse mysteriöse Note. Doch im Laufe des 20. Jahrhunderts geriet dieses System in Vergessenheit, wurde jedoch 1991 von Audemars Piguet unter dem Namen Starwheel wieder eingeführt und bis Anfang der 2000er-Jahre in zahlreiche Modelle integriert. Heute feiert die Starwheel ihr Comeback.

Als Teil der Kollektion Code 11.59, deren ultramodernes Design diese faszinierende Anzeige hervorhebt, zollt die Starwheel gleichzeitig einem relativ unbekannten Klassiker der Uhrmacherei Tribut.

 

Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel
© Audemars Piguet

 

Die neue Code 11.59 Starwheel hat nur einen Sekundenzeiger und zeigt die Zeit mithilfe von drei Scheiben an, die auf eine 120-Grad-Skala mit einer 60-Minuten-Teilung ausgerichtet sind. 

Die Schönheit der wandernden Stunde lag vom 17. bis zum 20. Jahrhundert im Geheimnis ihres vollständig verborgenen Mechanismus. 1991 interpretierte Audemars Piguet diese Komplikation neu: Sie konnte nunmehr, da sich der Mechanismus auf dem Zifferblatt präsentierte, der Öffentlichkeit offenbart werden.

Die wandernde Stunde im zeitgenössischen Outfit: Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel

Die neue Starwheel, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommt, knüpft an die Modelle der 1990er-Jahre an und wird in das ultramoderne Gehäuse Code 11.59 by Audemars Piguet eingebaut, dessen architektonische Linien durch die Anzeige der wandernden Stunde veredelt werden.

Die Architektur des Gehäuses wird durch die Überlagerung geometrischer Formen betont: die Kreisform für Lünette, Boden und Scheiben des Mechanismus sowie ein abgerundetes Achteck für das Gehäusemittelteil.

 

Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel

 

Der blaue Aventurin dient als schimmernder Hintergrund für die drei Scheiben, die sich wie Planeten im kleinen Universum des Zifferblatts um die eigene Achse drehen. Die drei leicht gewölbten Scheiben sind aus Aluminium gefertigt, im PVD-Verfahren schwarz gefärbt und mit einem opalisierenden kugelgestrahlten Finish versehen. Die wandernden Stunden sind auf den Scheiben weiß markiert. Der 120-Grad-Sektor, der sich in einem Kreisbogen von 10 Uhr bis 2 Uhr erstreckt, und der Höhenring sind in Schwarztönen gehalten und mit einer weißen Minutenanzeige versehen.

Die neue Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel hat einen Durchmesser von 41 mm und setzt auf Materialmix und kombiniert Aventurin, 18-karätiges Weißgold und schwarze Keramik.

Diese Vielfalt an Materialien unterstreicht das komplexe Design der Kollektion Code 11.59 by Audemars Piguet sowie die raffinierten Handveredelungen, Markenzeichen der Manufaktur, die für mannigfaltige Lichteffekte sorgen. Außerdem kontrastieren die Lünette, die Bandanstöße und der Boden aus 18 Karat Weißgold mit dem Gehäusemittelteil aus schwarzer Keramik, das in einer neuen Krone, ebenfalls aus schwarzer Keramik, sein Pendant findet.

Wie die Goldkomponenten ist auch das Gehäusemittelteil aus Keramik sorgfältig mit dem typischen Wechselspiel aus polierten Fasen und satinierten Oberflächen verarbeitet. Außerdem haben die Kunsthandwerker von Audemars Piguet ihr ganzes Können eingesetzt, um eine perfekte Ausrichtung der vielen eckigen und runden Flächen des Gehäuses zu erreichen – ein Ergebnis, das nur in Handarbeit erreicht werden kann.

Das doppelt gewölbte Glas auf dem Zifferblatt unterstreicht die vielen Details des blauen Aventurins und die Veredelung der verschiedenen Elemente und verleiht dem Zifferblatt zusätzliche Tiefe.

Der Gehäuseboden aus Saphirglas enthüllt das schlagende Herz der Uhr sowie die eigens der Kollektion gewidmete Schwungmasse aus 22 Karat Roségold. Dieses neue Modell wird durch ein strukturiertes schwarzes Kautschukarmband und eine neue Dornschließe mit eingraviertem Audemars Piguet-Logo anstelle des üblichen AP-Monogramms vervollständigt.

 

Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel

 

Zum ersten Mal wurde die ikonische Starwheel-Funktion in die Kollektion Code 11.59 by Audemars Piguet mit dem Kaliber 4310 mit Automatikaufzug integriert.

Dieses Uhrwerk mit Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige der neuesten Generation stammt direkt vom Kaliber 4309 ab, dem ein neues Modul hinzugefügt wurde. Dieses Uhrwerk, das uhrmacherische Technologie und traditionelle Handwerkskunst vereint, verfügt über eine Mindestgangreserve von 70 Stunden und ist bis 30m wasserdicht. Es ist zudem mit raffinierten Handverzierungen versehen.

Die Zeitanzeige erfolgt über einen zentralen Rotor, der sich bei 3 Uhr vollständig dreht und an dem 3 Aluminiumscheiben befestigt sind, die ebenfalls um sich selbst rotieren. Jede Scheibe hat vier Ziffern, die von 1 bis 12 nummeriert sind und abwechselnd auf den bogenförmigen Sektor oben auf dem Zifferblatt ausgerichtet sind, auf dem die Minutenskala aufgedruckt ist.

Der Sekundenzeiger aus 18-karätigem Weißgold, der an der Spitze leicht gebogen ist, um dem Relief der Scheiben zu folgen, zeigt wie bei einer traditionellen Uhr die Sekunden an. 

 

Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel

 

Die technischen Features der Audemars Piguet Code 11.59 Starwheel / 41 mm (Ref. 15212NB.OO.A002KB.01)

  • Gehäuse: Gehäuse und Krone aus schwarzer Keramik, Lünette, Bandanstöße und Gehäuseboden aus 18 Karat Weißgold, doppelt gewölbtes & entspiegeltes Saphirglas, entspiegelter Saphirglasboden, wasserdicht bis 30 Meter. Durchmesser 41 mm, Höhe 10,7 mm
  • Zifferblatt: Zifferblatt aus blauem Aventurin, opalschwarze Scheiben aus Aluminium, Zeiger aus 18 Karat Weißgold, schwarzer Innenlünette
  • Uhrwerk: Kaliber 4310 mit Automatikaufzug, Durchmesser 32 mm (14 Linien), Höhe 6,05 mm, 261 Einzelteile, 32 Rubine, Gangreserve (mindestens) 70 Stunden,  Frequenz der Unruh 4 Hz (28.800 Halbschwingungen/Stunde)
  • Funktionen: Stunden, Minuten und zentrale Sekunde
  • Armband: Schwarzes, strukturiertes Kautschukarmband mit AP-Dornschließe aus 18 Karat Weißgold

Unverbindliche Preisempfehlung: € 56.700

Zum Audemars Piguet Store-Locator

 

Die Geschichte der Zeitmesser mit der Wandernden Stunde

Das System der wandernden Stunde tauchte im 17. Jahrhundert auf besondere Bitte von Papst Alexander VII. auf. Da er unter Schlaflosigkeit litt, die durch das Ticken der Uhr verschlimmert wird, bestellte er bei den Brüdern Campani, Uhrmachern in Rom, eine „Nachtuhr“, die leise und im Halbdunkel leicht ablesbar sein sollte. Sie präsentierten dem Papst die erste Uhr mit wandernder Stunde, bei der die Zeit in einem Viertelstundenfenster halbkreisförmig verlief und von innen beleuchtet wurde. Diese Nachtuhr war somit der Vorreiter des Systems der wandernden Stunde.

 

Audemars Piguet patrimoine inventaire
© Audemars Piguet

 

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde diese Komplikation bei Taschenuhren eingeführt, in denen sie ohne Hintergrundbeleuchtung erschien. Das kreisbogenförmige Fenster maß zwar immer noch 180°, wurde jedoch um die Minuteneinteilung ergänzt, um die Genauigkeit zu erhöhen. Im folgenden Jahrhundert galten diese Uhren als prestigevolle Geschenke und waren häufig mit dem Bildnis berühmter Persönlichkeiten versehen.

Im 19. Jahrhundert wurden Uhren mit wandernder Stunde immer seltener. Exemplare aus dieser Zeit wiesen einen 120°-Sektor auf, um die Ablesbarkeit zu erleichtern, Viertelstundenanzeige sowie kleines Stundenfenster fehlten. Die Anzeige blieb nach wie vor mysteriös, da der Mechanismus noch immer verborgen war. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie dann von der springenden Stunde abgelöst, einem typischen Element des Art Deco.

 

Audemars Piguet patrimoine inventaire
© Audemars Piguet

 

1989, in einer besonders kreativen Periode, die mit der Wiederbelebung der mechanischen Uhrmacherei einherging, entdeckte ein Uhrmacher von Audemars Piguet das System der „wandernden Stunde“ in einem Artikel im Journal suisse d’horlogerie wieder. 1991 wurde nach 18 Monaten Entwicklungszeit die erste Uhr mit wandernder Stunde der Manufaktur vorgestellt (Ref. 25720). Sie trug den Namen Starwheel, wahrscheinlich in Anlehnung an die drei Sterne, die die Stundenscheiben aus Saphirglas stützten, die auf einem großen zentralen Rad befestigt waren. Sie enthüllte das Geheimnis der Funktionsweise, indem sie den Mechanismus offenbarte.

Zwischen 1991 und 2003 wurden etwa dreißig Modelle aus mehreren Kollektionen der Manufaktur mit der Starwheel-Komplikation ausgestattet. Diese ästhetisch anspruchsvollen Modelle variierten je nach Anzeigestil, Länge und Position des Bogenfensters und wurden in der Regel mit Edelsteinen besetzt oder skelettiert. Mit der Wiedereinführung des Systems der wandernden Stunde ebnete Audemars Piguet den Weg für ein neues Kapitel der Uhrmacherei im 21. Jahrhundert.

Heute knüpft die Manufaktur mit dem Modell Code 11.59 by Audemars Piguet Starwheel an diese wenig bekannte Komplikation an und erweist der traditionellen Uhrmacherei eine höchst zeitgemäße Hommage.

Diese und viele weitere historische Stücke von Audemars Piguet finden interessierte Uhrenliebhaber auch vor Ort im Museum von Audemars Piguet (Link) in Le Brassus.

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Design
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Preis
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Image/Wertigkeit
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Mögliche Kaufabsicht
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Technik
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Tags: Audemars Piguet
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