Auf dem SIHH 2018 gelandet: MB&F MoonMachine 2

Auf dem SIHH 2018 gelandet: MB&F MoonMachine 2

Die MoonMachine 2 von MB&F ist in das Gehäuse der Horological Machine N°8 eingebettet – der ersten MB&F-Kreation, die mit gleich zwei Designikonen aus der Horological-Machine-Kollektion aufwartet: dem „Streitaxt“-Rotor und dem Head-up-Display, das erstmalig für die Horological Machine N°5 verwendet wurde. Das reduzierte Gehäuse der HM8 unterstreicht die illusorische Natur der projizierten Stunden und Minuten. Für die MoonMachine 2 wurde nun derselbe Mechanismus genutzt, um die optische Wirkung zu betonen: als erschiene die Mondscheibe in einem Raum, der zu klein ist, als dass sie vollständig darin Platz fände.

MB&F MoonMachine 2

Die erstmals im Jahr 2016 als „Can-Am“-Modell eingeführte Horological Machine N°8 ist eine Erweiterung des Modells mit Head-up-Display, das MB&F vor fünf Jahren mit der HM5 „On the Road Again“ lancierte und mit der 2015er-HMX-Version verfeinerte.

Beim HM8-Kaliber handelt es sich um ein kompaktes, intern entwickeltes Girard-Perregaux-Basisuhrwerk mit springender Stunde und schleichender Minute. Die an bestimmten Stellen über den Scheiben angeordneten optischen Prismen erfassen die Zeit und sorgen dafür, dass die Ziffern refraktiert, vergrößert und somit in vertikaler Richtung abgelesen werden können. Die äußere Hülle der Horological Machine N°8 ist aufs Notwendigste reduziert, und zwar nicht nur, um das schlichte Erscheinungsbild der Can-Am-Rennwagen nachzuempfinden, sondern auch, um bei den Prismen für einen möglichst hohen Lichtdurchlass zu sorgen und somit eine optimale Ablesbarkeit zu gewährleisten.

MB&F MoonMachine 2

Eine weitere Anspielung auf das Ursprungsmodell: die schlanken Titan-Überrollbügel an den Seiten der Krone, die schwungvoll nach vorne führen und den Zeitanzeige-Zylinder umschließen. Motorsportfans werden die durch das Saphirglas an der Unterseite der HM8 sichtbaren „Ölwannen“ sofort ins Auge springen. Sie sind ebenso funktional wie dekorativ, da sie den Zugang zu den Zapfen der Stunden- und Minutenscheiben für tribologische Arbeiten ermöglichen.

Stepan Sarpaneva: der Mann für Monde

Die Goldmonde der MoonMachine 2 sind die kleinsten Monde, die Stepan Sarpaneva jemals entworfen hat. Im Durchschnitt sind seine Uhren mit Goldmonden bestückt, die einen Durchmesser von 10 mm und eine Dicke von 0,5 mm haben. Zum Vergleich: Die MoonMachine 2 verfügt über einen Mond mit einem Durchmesser von 8,5 mm und einer Dicke von 0,45 mm sowie über zwei außergewöhnlich kleine Monde mit einer Breite von 4,5 mm und einer Dicke von 0,35 mm.

MB&F MoonMachine 2

Die kleinsten Goldmonde werden zunächst auf eine Dicke von 0,55 mm gepresst und dann mit der Hand in einer Drehbank auf eine Höhe von knapp unter 0,4 mm reduziert. Dann werden sie per Hand mit einem Steinwerkzeug abgeschliffen, bis sie an ihrer dicksten Stelle eine Stärke von 0,35 mm aufweisen. Anschließend werden sie matt gestrahlt, damit eine ebene Oberfläche entsteht. An ihrer dünnsten Stelle rund um die Augen sind die Monde zuweilen nur 0,07 mm dünn, fast wie Blattgold, und der geringste Druck kann dazu führen, dass das weiche Gold perforiert und der Mond nicht mehr verwendet werden kann.

Die 4,5 mm breiten Monde können noch gerade so von Hand gefertigt werden – wären sie noch kleiner, wären die Gesichtszüge des Mondes nicht mehr klar zu erkennen. Sie sind auch so schon sehr schwierig zu ertasten, selbst für die erfahrenen Fingerspitzen von Stepan Sarpaneva mit seinem Team. Die beinahe unmöglichen Abmessungen sind aufgrund der Begrenzungen durch das Gehäuse der MoonMachine 2 notwendig. Die Maßabweichungen müssen unter das optische Prisma passen und gleichzeitig ausreichend Spielraum für die Stunden- und Minutenscheiben lassen.

MB&F MoonMachine 2

Im Durchschnitt werden acht von zehn Monden schlussendlich nicht verwendet, da sie die hohen Ansprüche von Sarpaneva und MB&F nicht erfüllen. Darüber hinaus sind die kleinen Monde gepaart, da jede Mondscheibe mit zwei Monden versehen ist. Sie müssen also perfekt aufeinander abgestimmt und einwandfrei verarbeitet sein.

2012, als die erste MoonMachine vorgestellt wurde, stellte die Kooperation von MB&F und Sarpaneva eine Premiere dar, denn es war das erste Mal, dass eine MB&F-Performance-Art-Uhr in Zusammenarbeit mit einem Uhrmacher hergestellt wurde – und noch immer ist dies im MB&F-Pantheon eine Besonderheit. Wie sich diese Partnerschaft weiterentwickelt hat, zeigt sich am Fortschritt zwischen dieser ersten MoonMachine, die auf der HM3 Frog basierte, und der MoonMachine 2. Obschon bei beiden der Rotor und die Mondphasenanzeige als Ort für das Einfügen von Sarpanevas Beitrag gewählt worden ist, wurde bei der MoonMachine 2 diese scheinbar einfache Ergänzung so stark verbessert, dass sie nun eine Weltpremiere bietet: die erste projizierte Mondphasenanzeige der Welt.

MB&F MoonMachine 2

Der Gründer von MB&F, Maximilian Büsser, und Sarpaneva begannen bereits kurz nach der Markteinführung der HM5, über ein Nachfolgemodell der MoonMachine zu sprechen, und Stepan schlug vor, dass die Mondphasenanzeige zwischen der Stunden- und Minutenanzeige der ersten Horological Machine untergebracht und ein optisches Prisma verwendet werden könnte. Umgesetzt wurde dieser Vorschlag jedoch erst mit der HM8, vier Jahre nach dem Erscheinen der MoonMachine, und so legte die HM8 den Grundstein für die MoonMachine 2.

 

Die technischen Features der MB&F MoonMachine 2, erhältlich in drei limitierte Editionen von jeweils 12 Stück

Gehäuse aus natürlichem Titan, Mondgesichter aus Weißgold, hellblauer Himmel

Gehäuse aus schwarzem Titan, Mondgesichter aus Weißgold, dunkelblauer Himmel

Gehäuse aus Rotgold und Titan, Mondgesichter aus Rotgold, anthrazitfarbener Himmel

  • Gehäuse: Abmessungen: 49 mm x 51,5 mm x 19,5 mm, 59 Einzelteile, wasserdicht bis 30 m/90’/3 atm
  • Maschine (sprich: Werk): Von MB&F auf Basis eines Girard-Perregaux-Basiskalibers konzipierter und entwickelter dreidimensionaler Motor, Mondphasenkomplikation von Stepan Sarpaneva. Automatischer Rotor aus PVD-beschichtetem Titan mit Sarpaneva-Goldmond, Gangreserve: 42 Stunden, Schwingfrequenz: 28 800 A/h / 4 Hz, 293 Einzelteile, 30 Lagersteine
  • Funktionen/Anzeigen: In zwei Richtungen arbeitende springende Stunden, schleppende Minuten und eine Mondphase, die durch ein optisches, vertikal reflektierendes Prisma angezeigt wird. Die Stunden- und Minutenabschnitte werden um 20 % vergrößert. Die Doppelmonde rotieren unter einem Koronaring und werden mit einem Schieber korrigiert.
  • Gläser: Das komplette Saphirglas (Vorder-, Rück-, Ober- und Unterseite) ist beidseitig entspiegelt. Obere Platine mit spezieller Metallisierung.

Armband & Schließe 

  • Titan-Ausführung: hellblaues handgenähtes Armband aus schwarzem Alligatorleder mit Faltschließe aus Titan
  • Schwarze Titan-Ausführung: dunkelblaues handgenähtes Armband aus schwarzem Alligatorleder mit Faltschließe aus Titan
  • Rotgold-Ausführung: graues handgenähtes Armband aus schwarzem Alligatorleder mit Faltschließe aus Rotgold und Titan

Die unverbindlichen Preisempfehlungen (vor Steuern) liegen zwischen CHF 88.000,- für die Titanversion bis CHF 95.000,- für die Rotgoldversion. Mehr unter www.mbandf.com

 

MB&F MoonMachine 2

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