Omega eröffnet neue Produktionsstätte im Schweizerischen Biel

Omega eröffnet neue Produktionsstätte im Schweizerischen Biel

Mit der Eröffnung der neuesten Produktionsstätte im Schweizerischen Biel investiert die Schweizer Luxusuhrenmarke Omega in die Zukunft und läutet das nächste Kapitel ihrer reichhaltigen Geschichte ein.

1882 hatte die Firma erstmals an dieser Stelle die Arbeit aufgenommen und freut sich, an gleichem Ort nun ein hochmodernes Gebäude für die Uhrenherstellung, Qualitätskontrollen und Trainings eröffnen zu können. Beim Bau des neuen, vom preisgekrönten japanischen Architekten Shigeru Ban entworfenen Meisterwerks wurde nachhaltiges Fichtenholz aus der Schweiz verwendet; es punktet mit einem durchdachten Innenklima und umweltfreundlichen Energiekonzept.

Das Tragwerk des Gebäudes zeichnet sich durch die starre und geradlinige Struktur der Holzpfeiler und -träger mit den aus Holz gearbeiteten Details aus, welche die Genauigkeit und Präzision von OMEGA zum Ausdruck bringen.” 

Shigeru Ban, bekannt für seine raffinierten Strukturen und unkonventionellen Methoden, hat sich mit seinen aufregenden Werken als einer der weltweit führenden Architekten einen Namen gemacht. Ob kurvenreiche Museen in Frankreich oder eine Kirche aus Karton in Japan – seine Werke finden auf der ganzen Welt Beachtung und erfahren nicht nur von seinen Kollegen Anerkennung, sondern auch von Institutionen wie der Zeitschrift Time. Diese zeichnete ihn als einen der Top-Innovatoren des 21. Jahrhunderts im Bereich Architektur und Design aus.

Durch die Verbindung von japanischen Themen mit westlicher Moderne hat Ban seinen eigenen, einzigartigen Stil kreiert. Und nicht nur das: Sein Name steht darüber hinaus für die Verwendung unkonventioneller Baumaterialien. Seine berühmten Bauten aus Papier- und Kartonröhren waren richtungsweisend für kostensparende und recycelbare Konstruktionen.

Omega eröffnet neue Produktionsstätte im Schweizerischen Biel

Ehrengäste des Eröffnungs-Events waren Nick Hayek, CEO der Swatch Group, Raynald Aeschlimann, Präsident und CEO von OMEGA, Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), sowie der Architekt des Gebäudes, Shigeru Ban.

 

Aber nicht nur diese Materialien kommen in Bans Werken zum Einsatz; auch die intelligente und spektakuläre Verwendung von Holz und Glas sorgt weltweit für Bewunderung, wie nun jüngst am OMEGA Hauptsitz in Biel in der Schweiz. 

2014 wurde Ban für seinen entscheidenden Beitrag zu Innovation und Menschlichkeit in der Architektur mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, dem renommiertesten Preis für Architektur. Die Jury beschrieb ihn als unermüdlichen Architekten, dessen Arbeit Optimismus ausstrahle. Diese große Auszeichnung erhielt Ban auch dank seiner rasch, günstig und nachhaltig entwickelten Unterkünfte für Obdachlose und Opfer von Naturkatastrophen. Mit seiner Arbeit hat Ban gezeigt, dass seine Werke nicht nur schön aussehen, sondern für die betroffenen Menschen auch echten Nutzen bringen. Shigeru Ban ist ohne Zweifel ein Meister seiner Kunst. Für OMEGA, einen der weltweit führenden und zukunftsweisenden Uhrenhersteller, war Ban daher eindeutig die richtige Wahl für solch ein außergewöhnliches Bauprojekt.

Den Raum des fünf Stockwerke umfassenden Gebäudes nutzt OMEGA absolut effektiv und bringt technische Innovationen und menschliche Expertise für einen hochmodernen Manufakturprozess zusammen.

 

Energieeinsparungen und Reduzierung der Energielast

Die für das Gebäude gewählte Isolierungsstufe liegt sogar über den Vorgaben der Schweizer Bauordnung. Die effi ziente Nutzung der Energie im OMEGA-Gebäude sorgt wiederum für eine Reduzierung der externen Last auf das Heizsystem. An den äußeren Glaswänden wurden an jedem Fenster hocheffiziente Sonnenschutzvorrichtungen angebracht. Diese Außenjalousien werden von der Sonne gesteuert, je nach Himmelsrichtung des Fensters.

Im Inneren werden für alle künstlichen Lichtquellen LEDs verwendet. So bleiben die installierte Leistung, der Energieverbrauch und die innere Wärmelast niedrig. Zudem wird die Beleuchtung je nach Tageslicht und Nutzung der Räume gesteuert und nur eingeschaltet, wenn sie benötigt wird.

 

Optimierung und Verbesserung der ökologischer Systeme

Für alle Räume des Gebäudes kommen Strahlheizungs- und kühlsysteme zum Einsatz. Diese Methode bietet höheren Komfort und ermöglicht gleichzeitig einen niedrigeren Energieverbrauch, da das System auf hohen Kühl und niedrigen Heiztemperaturen beruht. Die Heizung und Kühlung des Gebäudes kann somit sehr energieeffizient erreicht werden. Die neue „Fabrik“ setzt so das Prinzip von Recycling auf bemerkenswerte Weise um, indem es seine eigene Überschusswärme aus Produktionsprozessen wie Druckluft, Unterdruck oder O2-Reduzierung in anderen Bereichen nutzt, wo die Wärme gebraucht wird, zum Beispiel für Warmwasser.

 

Effiziente Nutzung von Energien

Die neue Fabrik setzt das Prinzip von Recycling auf bemerkenswerte Weise um, indem es seine eigene Überschusswärme aus Produktionsprozessen wie Druckluft, Unterdruck oder O2-Reduzierung in anderen Bereichen nutzt, wo die Wärme gebraucht wird, zum Beispiel für Warmwasser. Sogar die Ventilatoren in den Lüftungsgeräten sind energieeffizient, um den Stromverbrauch niedrig zu halten. Die Lüftungsrate wird darüber hinaus je nach Bedarf angepasst und nachts so weit wie möglich reduziert. Auch in den Werkstätten wird die Luftwechselrate so gesteuert, dass sie je nach Bedarf des Produktionsprozesses eingestellt werden kann.

 

Nutzung von erneuerbarer Energie

Die gesamte Energieversorgung des Gebäudes basiert auf einem Geothermiesystem, das sich mit Hilfe von Grundwasser das Potenzial regenerativer Energien zunutze macht. Das Grundwasser wird über mehrere Brunnen auf dem Gelände gewonnen. Danach wird das hinaufgepumpte Grundwasser über ein Wärmetauschsystem geleitet und direkt zur Kühlung der Räume verwendet. Die Strahlplatten im Gebäudeinneren arbeiten mit einer Eintrittstemperatur von 16 bis 18 °C, welche direkt durch das Grundwasser und ohne zusätzliche Kühlung erreicht wird. Zum Heizen wird die Temperatur des Grundwassers mittels Wärmepumpe gesteuert.

Zusätzlich wird ein Teil der Energie für Heizung, Kühlung, Lüftung und erneuerbare Beleuchtung durch die Photovoltaik- Module (Solarplatten) gewonnen, die auf dem südöstlichen Dach von Gebäude O installiert sind. In der OMEGA-Fabrik kommen erstmals weltweit die neu entwickelten BLUE-AC-Modulwechselrichter von Belenos zum Einsatz. Diese werden hinter den Solarmodulen montiert und sind direkt mit dem Stromnetz verbunden. Sie wandeln den Gleichstrom der Sonne in den im Gebäude verwendeten Wechselstrom um und erzeugen so erneuerbare Energie.

Omega eröffnet neue Produktionsstätte im Schweizerischen BielHigh-Tech-Effizienz trifft auf Tradition: Ein Blick in das neue Gebäude zeigt, wie hier menschliche Handwerkskunst und robotische Assistenzsysteme auf höchstem Niveau zusammenkommen.

Im Zentrum des Gebäudes hat OMEGA ein vollautomatisiertes Lagersystem installiert, das drei Stockwerke hinaufreicht. Die Szenerie könnte auch einem Science-Fiction-Film entsprungen sein:

Das brandsichere Zentrallager enthält mehr als 30.000 Kisten mit allen notwendigen Teilen, die für die Uhrproduktion benötigt werden.

Besucher können das Lagersystem und die Roboterarme durch eigens eingebaute Fenster live bei der Arbeit beobachten. Doch nur zwei speziell ausgebildete Personen haben Zutritt zum zentralen Lagersystem. Der Grund hierfür ist, dass der Sauerstoffgehalt im Inneren auf 15,2 % gesenkt wurde, um sicherzustellen, dass kein Feuer ausbrechen oder sich ausbreiten kann.

Auch weitere technologische Beispiele zeigen wie effizient der OMEGA Fertigungsprozess gestaltet wurde. Dazu gehören die Roboterarme und -systeme, die für die Master-Chronometer-Prüfung verwendet werden. Für Menschen ist das Transportieren und die Organisation der Uhren eine monotone und zeitaufwändige Arbeit. Daher wurden riesige Roboterarme vollständig darauf programmiert, diese monotonen Aufgabe zu übernehmen. Roboterarme messen, fotografieren, verlagern, drehen und ziehen die Uhren automatisch auf und ermöglichen so eine durchgängige und gleichbleibende Produktion.

Da nur die einfachen Aufgaben den Robotern überlassen werden, können sich die Mitarbeiter von OMEGA ganz auf die Prüfergebnisse sowie darauf konzentrieren, dass jede einzelne Uhr perfekt eingestellt und fertig für den Kunden ist.

Zweifelsohne repräsentieren die Mitarbeiter das wichtigste Gut von OMEGA. Auf einem Rundgang durch das neue Gebäude wird dem Besucher bewusst, mit welch großer Konzentration und Fähigkeit an den Tischen gearbeitete wird. Gleich, ob es darum geht die Zeiger perfekt auf das Zifferblatt zu setzen oder die Uhr im Gehäuse zu fixieren – die Uhrmacher führen jeden einzelnen Arbeitsschritt im Sinne von „Swiss Made“ mit dem gleichen Stolz und Engagement wie vor fast 170 Jahren aus.

Um die bestmöglichen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen, hat OMEGA die Voraussetzungen innerhalb des Gebäudes optimiert. Ein sorgfältiges Management der Raumtemperatur und Raumkühlung sowie ganzheitliche Arbeitskonzepte sorgen für reibungslose Arbeitsabläufe. Auch die Beseitigung von Staub unterstreicht den hohen Fertigungsgrad und die höchsten Standards.

Omega eröffnet neue Produktionsstätte im Schweizerischen Biel

In der Schaffung dieser optimalen Arbeitsumgebung bleibt kein Zweifel, dass sich OMEGA auch in der Uhrenproduktion übertrifft. Es sind aber genau diese Anstrengungen, die das „Swiss Made“ weltweit bekannt gemacht haben. Die Mitarbeiter von OMEGA finden hier zukunftsweisende Voraussetzungen vor.

 

Integration der METAS-Chronometer-Zertifizierung

Eine wichtige Funktion innerhalb des neuen Gebäudes kommt der Integration der Prozesse zur Qualitäts- und technischen Kontrolle inklusive der METAS-Chronometer-Zertifizierung zu. Die gesamte Technologie für die 8 METAS-Prüfungen befindet sich im 3. Stock des neuen Gebäudes, einschließlich der starken Magneten, die jede Uhr einem Magnetfeld von 15.000 Gauß aussetzen.

Hier wird OMEGA von nun an seine Uhren gemäß dem zurzeit branchenhöchsten Standard für Präzision, Leistung und Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern zertifizieren lassen.

Angekommen in der Zukunft

Mit der Eröffnung des neuen Gebäudes sieht sich OMEGA definitiv in der Zukunft angekommen.

Die Geschichte von OMEGA begann im Jahr 1882, als „Louis Brandt & Fils“ seinen Uhrmacherstandort erstmals in die Rue Jakob-Stampfl i 96 nach Biel verlegte. Das Unternehmen, das heute unter dem Namen OMEGA bekannt ist, ist seitdem noch immer am selben Ort beheimatet. Über die Jahre sind die Gebäude und Kapazitäten allerdings stetig gewachsen, und diese nächste Erweiterung gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten.

Mehr über aktuelle Uhrenmodelle von OMEGA hier auf auf neueuhren.de unter diesem Link

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