Radiomir 1940: die erste Automatik-Panerai

Radiomir 1940: die erste Automatik-Panerai

Panerai zeigte auf der Uhrenmesse „Watches & Wonders“ in Hong Kong mit der die Radiomir 1940 das erste Modell der Manufaktur mit automatischem Werk, dem Automatik-Kaliber P 4000.

Die Radiomir 1940 von Officine Panerai mit ihrer auf das Wesentliche reduzierte Formgebung ist ein charakteristischer Vertreter der Zeit, in der sie entworfen wurde, und wirkt dennoch heute noch aktuell. Ihr funktionelles Design und ihre klare, schnörkellose Linienführung waren in den 1940er Jahren Ausdruck eines neuen Lebensgefühls, das in den darauffolgenden Jahren zur internationalen Geltung des italienischen Industriedesigns führte. Ursprünglich entwickelt wurde die Radiomir 1940, um den hohen Anforderungen der Kampftaucher der italienischen Marine gerecht zu werden. Damals war Panerai eine spezialisierte Uhrmacherwerkstatt, Lieferant von Mess- und Präzisionsinstrumenten an die italienische Marine. Auch heute noch zeichnet sie sich die daher durch die im Militäreinsatz erforderliche Robustheit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aus. Das Design des Gehäuses und Zifferblatts besitzt noch die gleiche Qualität und Symbolkraft wie damals. Hier zeigt sich die enorme Vielseitigkeit eines Klassikers, in dem heute hochmoderne Uhrwerkstechnik aus der Luxusuhrenmanufaktur von Officine Panerai in Neuchâtel steckt.

Die Radiomir 1940 ist heute jedoch nicht nur wegen ihres Designs mehr denn je attraktiv, sondern auch wegen ihres Automatikuhrwerkes P.4000, dem neuesten Kaliber der Manufaktur Officine Panerai in Neuchâtel. 

Panerai 1940 PAM00572

Die Besonderheit dieses Uhrwerks ist eine dezentrale Schwungmasse, welche die Federn beidseitig aufzieht. Mit einem Durchmesser von 13¾ Linien und einer Stärke von nur 3,95 mm passt das neu entwickelte Kaliber perfekt in das Gehäuse der Radiomir 1940.

Als erstes Automatikuhrwerk von Panerai verfügt das neue Kaliber P.4000 über einen dezentralen Mikrorotor. Das bedeutet, dass der Rotor einen kleineren Durchmesser hat als das Kaliber selbst und seine Achse nicht – wie bei den meisten Automatikwerken – zentral in der Mitte des Werkes angeordnet ist. Durch diesen technischen Kniff kann das Uhrwerk und damit auch die Uhr wesentlich dünner gehalten werden.

Bei dem Modell mit Stahlgehäuse besteht die Schwungmasse aus Wolfram. Seine glänzende Oberfläche und hohe Dichte machen dieses Metall zum idealen Material, wenn es auf eine ansprechende Optik und ein hohes spezifisches Gewicht ankommt. Der Rotor der Rotgoldversion besteht aus 22 Karat Rotgold.

pam automaic 2

Durch ein Sichtfenster aus Saphirglas im Gehäuseboden lassen sich seine elegante Verarbeitung und Verzierung bewundern. Neben der Schwungmasse schwingt die Unruh mit einer Frequenz von 4 Hz. Eine große Brücke verdeckt den Mechanismus zum Großteil und trägt zur äußerst stabilen Konstruktion des Uhrwerks bei. Zwei hintereinander geschaltete Federhäuser sorgen für eine Gangreserve von mindestens drei Tagen. Zur genauen Synchronisierung der Uhr ist das Kaliber P.4000 zudem mit einem Mechanismus ausgestattet, der die Unruh anhält, wenn die Aufzugskrone zum Stellen der Uhr herausgezogen wird. (Link zum Video über das P.4000)

Die neuen Radiomir 1940 3 Days Automatic Modelle vereinen alle Merkmale und Eigenschaften, die jede Panerai Uhr so einzigartig und unverwechselbar machen. So erinnert das Gehäuse an einige historische um 1940 entstandene Panerai Uhren.

Es hat einen Durchmesser von 45 mm und besteht aus AISI 316L-Edelstahl oder 5Npt-Rotgold. Diese Goldlegierung hat einen erhöhten Kupferanteil und einen kleinen Platinanteil zum Schutz vor Oxidation. Das Gehäuse einschließlich der Bandanstöße ist aus einem Block gefräst. Dabei folgt die Linienführung der Bandanstöße der Form des Handgelenks zugunsten eines maximalen Tragekomforts. Eine große polierte Lünette rahmt das klassische Zifferblatt ein. Dessen minimalistisches Design und das fluoreszierende Material zwischen den beiden übereinander liegenden Scheiben gewährleisten beste Ablesbarkeit. Diese Konstruktion verleiht den aus der oberen Scheibe ausgeschnittenen Ziffern und Baton-Markierungen eine besondere Brillanz.

Traditionell verfügt der Sekundenzeiger bei Panerai seit den 1940-er Jahren über ein eigenes kleines Zifferblatt auf der 9-Uhr-Position, das bei der Stahlversion in Schwarz und beim Rotgoldmodell in Braun gehalten ist. Panerai Radiomir 1940 PAM00572
Die technischen Daten der Radiomir 1940 3 Days Automatic

(Referenz: PAM00572, Stahlgehäuse): wasserdicht bis 100 Meter

(Referenz: PAM000573, Rotgold-Gehäuse): wasserdicht bis 50 Meter

  • Uhrwerk: Mechanisches Automatikuhrwerk, Panerai Kaliber P.4000, vollständige Panerai Eigenfertigung, 13. Linien, 3,95 mm stark, 31 Steine, Glucydur®-Unruh, 28.800 Schwingungen/Stunde. KIF Parechoc®-Stoßsicherung. 3 Tage Gangreserve, zwei Federhäuser. 203 Bauteile.
  • Funktionen: Stunden, Minuten, kleine Sekundenanzeige.
  • Gehäuse: 45 mm Durchmesser, polierter AISI 316L Stahl. Verschraubte Aufzugskrone mit Schriftzug OP.
  • Lünette: Polierter Stahl.
  • Gehäuseboden: Transparentes Saphirglas.
  • Zifferblatt: Schwarz mit fluoreszierenden arabischen Ziffern und Stundenmarkierungen. Sekundenanzeige auf der 9-Uhr-Position.
  • Glas: Saphirglas, aus Korund gewonnen, 1,7 mm stark. Entspiegelt.
  • Wasserdichtigkeit: 10 bar (~ 100 Meter).
  • Armband: Alligatorlederarmband mit Schriftzug PANERAI und Schließe aus poliertem Stahl.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen: für die Version mit Stahlgehäuse € 8.900,-, für die Rotgold-Variante € 19.900,-

Link zu den Bezugsquellen für Panerai-Uhren

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