Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve

Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve

Mit den Modellen Wempe Chronometerwerke Gangreserve und die Wempe Chronometerwerke Kleine Sekunde, die mit den Manufakturkalibern CW3 und CW3.1 ausgestattet sind, findet die Geschichte der Präzisionsuhren aus dem Hause Wempe ihre Fortsetzung – und zeigt dabei ganz unterschiedliche Charaktere.

Präzision als großes Erbe der Glashütter Feinuhrmacherei

Die in den beiden Modellen verbauten Handaufzugswerke CW3 und CW3.1 tragen alle Merkmale Glashütter Feinuhrmacherei: eine Dreiviertelplatine, von Hand gravierte Unruhkloben, Rubinlager in verschraubten Goldchatons, thermisch gebläute Schrauben und den typischen Sonnenschliff auf dem Sperrrad. Technisch wurden sie auf größtmögliche Ganggenauigkeit hin konstruiert. So dient der für hochwertige Glashütter Uhren charakteristische Schwanenhals im CW3 nicht der Feinreglage, sondern der Einstellung der Gangsymmetrie. Für die Feinreglage wird eine Unruh mit variablem Trägheitsmoment verwendet.Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve

Die Gangreserve: Reminiszenz an nautische Instrumente

Bei der im Jahre 2012 eingeführten Wempe Chronometerwerke Gangreserve ist die Geometrie des Zifferblatts und der Anzeigen typisch für die früher unentbehrlichen Schiffschronometer, deren Bau bei Wempe Tradition hat. Diese besonders zuverlässigen Geräte fertigen die Handwerker der Hamburger Chronometerwerke, die seit 1938 zu Wempe gehören. In enger Zusammenarbeit mit traditionsreichen Glashütter Unternehmen entwickelte das Haus seinerzeit den weltweit meistgebauten Chronometertyp, das Einheitschronometer.

Wie die historischen Vorbilder trägt die Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve das Kreissegment der Gangreserveanzeige bei 12 Uhr, seit jeher beschriftet mit „Auf“ und „Ab“.

Bei 6 Uhr findet sich eine vertiefte kleine Sekunde. Bei den Stabindizes stehen drei Ausführungen zur Wahl sowie eine Beschriftung mit römischen und eine mit arabischen Ziffern in sachlicher Typografie.

Alle drei Varianten der Chronometerwerke Gangreserve tragen Feuille-Zeiger.

Für das Werk wurde ein rundes Gehäuse mit 43 Millimetern Durchmesser und einer Höhe von 12,5 Millimetern konstruiert, das wahlweise in einer Edelstahl- und einer Gelbgoldvariante angeboten wird. In der Tradition der Schiffschronometer wird jede Uhr einer strengen Chronometerprüfung in der Glashütter Sternwarte unterzogen.

 

Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve

 

Kleine Sekunde: reduziert aufs Wesentliche

Die 2015 vorgestellte Wempe Chronometerwerke Kleine Sekunde ver-zichtet auf den nautischen Charakter, beschränkt sich auf die Angabe von Stunde, Minute und Sekunde und zeigt sich optisch zurück-genommen: Die Stunden werden ausschließlich mit Stabindizes markiert, das Gehäuse hat einen Durchmesser von nur 41 Millimetern. Angeboten wird die Uhr im Stahlgehäuse mit silberhellem Blatt und in einer Gelbgoldvariante mit champagnerfarbenem Zifferblatt. Jedes Exemplar muss in der Glashütter Sternwarte seine besondere Ganggenauigkeit beweisen.

Zertifizierte Chronometer

Die alte Sternwarte ist ein Wahrzeichen der Uhrenstadt Glashütte: Hier wurde ab 1910 astronomisch exakt das für alle verbindliche Zeitsignal ermittelt, Maßstab für die Genauigkeit der hochwertigen Zeitmesser. Und schon in den 30er-Jahren planten die Wempe Chronometerwerke hier die Einrichtung eines Reglage-Betriebs.

2006 schließlich konnte Wempe die Sternwarte renovieren und zur einzigen deutschen Chronometerprüfstelle ausbauen. Als unabhängiges Institut wird sie vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) und vom sächsischen Staatsbetrieb für Mess- und Eichwesen (SME) betrieben. Dort muss jedes einzelne Uhrwerk, fertig ins Gehäuse eingeschalt, eine 15 Tage dauernde Prüfung nach DIN 8319 bestehen, bei der die Gangwerte in den fünf Lagen „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“ kontrolliert und registriert werden. Bei diesen Gangkontrollen darf der mittlere tägliche Gang maximal zwischen –4 und +6 Sekunden liegen, wobei die mittlere tägliche Gang-abweichung zwei Sekunden nicht überschreiten darf. Zu den Gangprüfungen kommen noch erschwerte Bedingungen von mehreren Temperaturwechseln. Erst wenn die Uhr diese Tests bestanden hat, bekommt sie die Prüfbescheinigung und darf die Bezeichnung „Chronometer“ auf dem Zifferblatt tragen.

 

Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve

 

Die technischen Features der Wempe Glashütte Chronometerwerke Gangreserve (Referenz: WG080002)

  • Gehäuse: 43 mm Edelstahlgehäuse, 12, 5 mm hoch, Sichtboden, wasserdicht bis 3 Bar, Glasboden
  • Glas: Saphirglas
  • Zifferblatt: weißes Zifferblatt mit römischen Indizes
  • Werk:
  • Armband: schwarzes Alligator-Lederband mit Edelstahlschließe
  • Besonderheit: offiziell nach DIN 8391 geprüfter deutscher Chronometer

Unverbindliche Preisempfehlung: € 6.450,- für die in zwei Varianten erhältliche Edelstahlversion, sowie € 13.950,- für die Gelbgoldversion.

Weiterführende Informationen zu den Modellen der Wempe Chronometerwerke finden unter diesem Link

 

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