Gangreserve Vintage: klassische Taschenuhr von Moritz Grossmann diente als Vorlage

Gangreserve Vintage: klassische Taschenuhr von Moritz Grossmann diente als Vorlage

Die Präsentation des neuen Modelles Gangreserve Vintage war zugleich finaler Höhepunkt der internationalen Moritz Grossmann Roadshow. In Erinnerung an die Neubelebung der Marke und zu Ehren des Erfinders, Visionärs und Lehrmeisters Moritz Grossmann erscheint diese Armbanduhr im alten Gewande: Die Gangreserve Vintage erhält in Anlehnung an die klassischen Taschenuhren Moritz Grossmann‘s ein historisch gestaltetes Zifferblatt im Farbton Argenté. Fein gearbeitete römische Ziffern in Schwarz und das Originallogo in Form der Typographie „M. GROSSMANN“ aus dem Jahre 1875 zieren das Zifferblatt als Hommage an den Meister, wie er in Glashütte ehrenvoll genannt wurde.

Stilgerecht: Das Zifferblatt der Gangreserve Vintage

Für die Gangreserve Vintage entwickelten die Designer der Manufaktur ein neues Logo, in welchem der Schriftzug Moritz Grossmann i/Sa von zwei geraden Linien unterhalb sowie einem Halbkreissegment oberhalb desselben eingerahmt wird. Besagte Linien deuten genau die Form der Unterkante der typischen Grossmann’schen Zwei-Drittelplatine an, die Moritz Grossmann in seinen Taschenuhren typischerweise verwendete und die durch ihre Aussparungen im Uhrwerk den Blick auf die Unruh freigeben.

Grossmann Gangreserve Vintage

Hauchfein: Die Zeiger

Auch die Zeiger des neuen Modells sind von den Vorbildern der Taschenuhren Moritz Grossmanns aus dem 19. Jahrhundert inspiriert. Die birnenförmige Spitze des Stundenzeigers bildet einen formschönen Kontrast zur hauchfeinen nadelfeinen Gestalt des Minutenzeigers. Gerade einmal 0,1 Millimeter misst er an seiner schmalsten Stelle. Übertroffen wird die filigrane Anmutung lediglich vom Sekundenzeiger mit einem Zwanzigstel Millimeter Durchmesser als Spitzenwert.

Wie alle Zeiger aus dem Hause Grossmann handelt es sich um von Hand in der Manufaktur gefertigte und über offener Flamme ebenfalls manuell angelassene Anzeigeinstrumente. In farblicher Harmonie zur Gangreserveanzeige in Blau/ Weiß sind die Zeiger ebenfalls in Blau gehalten.

Grossmann Kaliber 100.2

 

Das Kaliber 100.2 mit Gangreserveanzeige in Blau und Weiß

Das Kaliber 100.2 der Gangreserve Vintage verfügt über einen Grossmann’schen Handaufzug mit Drücker, einen gestuften Unruhkloben mit Grossmann’scher Regulierschraube, einen separaten herausnehmbaren Aufzugsblock und die masseoptimierte Grossmann’sche Unruh. Das Kaliber 100.2 ist eine Erweiterung des Kalibers 100.1. Es enthält ein zusätzliches Getriebe zur Anzeige der Gangreserve.

Dieses Differentialgetriebe ist unterhalb des Sperrades angeordnet – wie bei den historischen Glashütter Beobachtungsuhren. Das Gesperr wurde dazu nach oben zwischen Kronrad und Sperrad verlegt. Den Ausgang des Getriebes treibt ein im Zentrum des Kalibers gelagertes Segment an, welches eine symbolische Balkenanzeige unterhalb des Logos zur Darstellung der verbleibenden Gangreserve realisiert. Sie informiert über die verbleibende Laufzeit der Uhr.Grossmann Kaliber 100.2 Bei voll aufgezogener Uhrfeder wird ein komplett weißer, bei abnehmender Gangreserve ein zunehmend blauer Balken sichtbar, der in schmaler filigraner Form das Zifferblatt ergänzt. Der Boden aus Saphirglas auf der Rückseite der Uhr gibt den Blick auf die hoch finnissierten Bauteile der Gangreserve Vintage frei und präsentiert damit Schönstes deutsches Handwerk aus der Manufaktur Moritz Grossmann.

Grossmann Gangreserve Vintage

Die technischen Features der Moritz Grossmann Vintage Gangreserve

  • Gehäuse: Durchmesser: 41,0 mm, Höhe: 11,65 mm, dreiteilig, aus 750/000 Roségold (Ref. MG-002269) oder Weißgold (Ref. MG-002270)
  • Glas und Sichtboden: einseitig entspiegeltes Saphirglas
  • Zifferblatt: massiv Silber, argenté mit arabischen Ziffern
  • Zeiger: handgefertigt, Stahl bzw. Edelstahl
  • Werk: Manufakturkaliber 100.2, Handaufzug, in fünf Lagen reguliert aus 227 Einzelteilen
  • Besonderheiten: Grossmann’sche Unruh; Entriegelung der Zeigerstellung und Start des Uhrwerkes durch seitlichen Drücker; Gangreserve-Anzeige in Balkenform durch ein zweifarbiges Anzeigesegment, angetrieben durch ein Differenzialgetriebe; raumsparendes, modifiziertes Glashütter Gesperr mit Rücklauf; Regulierung mit Grossmannʼscher Rückerschraube auf gestuftem Unruhkloben; Pfeilerwerk mit 2/3-Platine und Gestellpfeilern aus naturbelassenem Neusilber, 2/3-Platine, Unruh- und Ankerradkloben handgraviert; breiter, waagerechter Glashütter Streifenschliff, 3-fach gestufter Sonnenschliff auf dem Sperrrad; hervorstehende Goldchatons mit aufgesetzten Schrauben; separat herausnehmbarer Kupplungs-aufzug; Sekundenstopp bei Zeigerstellung
  • Funktionen: Stunde und Minute, kleine Sekunde mit Sekundenstopp, Grossmann’scher Handaufzug mit Drücker, Gangreserveanzeige
  • Steine: 26, davon 3 in verschraubten Goldchatons
  • Hemmung: Ankerhemmung
  • Schwingsystem: stoßgesichert gelagerte Grossmann’sche Unruh mit 4 Masse- und 2 Regulierschrauben, Nivarox 1-Spirale mit 80er Breguet-Endkurve, Form nach Gustav Gerstenberger
  • Unruh: Durchmesser: 14,2 mm, Frequenz 18.000 Halbschwingungen pro Stunde
  • Gangreserve: 42 Stunden nach Vollaufzug
  • Bedienelemente: Krone aus 750/000 Gold, zum Aufziehen der Uhr und Einstellen der Uhrzeit, Drücker aus 750/000 Gold zum Starten der Uhr
  • Werkmaße: Durchmesser: 36,4 mm, Höhe: 5,4 mm
  • Band: handgenähtes Alligatorband mit massiver Dornschließe in Edelmetall

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei beiden Gehäusevarianten (Roségold, Ref. MG-002269) oder (Weißgold, Ref. MG-002270) bei jeweils € 35.900,-

Bezugsmöglichkeiten: den nächsten Verkaufspunkt für Uhren von Moritz Grossmann finden Sie unter diesem Link

#Weekend_Classic #MoritzGrossmann

 

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Über Moritz Grossmann: Moritz Grossmann war nicht nur als Techniker Meister seines Faches; Neben dem Aufbau eines angesehenen Uhrenbetriebes engagierte sich Grossmann politisch und sozial, im Jahr 1878 gründete er die Deutsche Uhrmacherschule.

Grossmann war auf Grund seines Engagements und seiner selbstlos sympathischen Art er sehr beliebt. So lag ihm sehr am Herzen, dass es dem Uhrmacher-Nachwuchs an nichts fehle. Für präzise und leider teure Messinstrumente, die sich die jungen Uhrmacher schwer leisten konnten, bestellte er günstig die Einzelteile und ließ sie selbst anfertigen und verbessern. In einer Anzeige für seine vom renommierten British Horological Institute in London preisgekrönte und stets im Selbstverlag herausgegebene Lehrschrift „Der freie Ankergang für Uhren“ sorgte er für faire Preise, indem er anbot:

„Ich habe in Erfahrung gebracht, dass, namentlich in den Vereinigten Staaten, ganz gegen meine Absicht, meine obengenannte Preisschrift zu einem ungerechtfertigt hohem Preise verkauft wird. Da ich wünschen muss, dieselbe durch mässigen Preis jedem Arbeiter zugänglich zu machen, erkläre ich mich bereit, jedem dies Buch unter Band frankirt mit umgehender Post zuzusenden der mir den obigen Ladenpreis nebst 1 Mark für Porto durch Post-Anweisung (Post-Office Money Order) zugehen lässt, also 8 Mark für die deutsche, 9 Mark für die französische und 10 Mark für die englische Ausgabe (…) M. Grossmann.“

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